Sonntagstee – Harrods Archive Collection Loose Tea

Der Tiger fürchtet sich jetzt schon vor meinen nächsten Geschäftsreisen, denn hinterher stapeln sich hier in der Regel drei Dinge: Alkohol vom jeweiligen Reiseziel, Kosmetikprodukte und Tassen. Beim letzten Mal habe ich statt einer Tasse eine Dose Tee mitgebracht. Was nicht weniger problematisch ist: Ich kann mich nur selten durchringen, hübsche Dosen wegzuwerfen und damit Platz zu schaffen. Immerhin konnte ich diesmal damit punkten, dass die Dose wirklich schön anzusehen ist und sich dafür anbietet, die lose rumliegenden Teebeutel aufzubewahren. Bis dahin dauert es aber noch ein wenig, denn 250g Tee reichen eine ganze Weile.

Schlauerweise habe ich die Umverpackung bereits entsorgt und kann daher nicht mehr genau sagen, welche Sorten in diesem Blend verarbeitet wurden. Ich meine, mich an Assam und Ceylon zu erinnern, was auch gut zum kräftigen Geschmack passen würde. Leider gibt das Internet nichts zu den genauen Sorten her. Nicht einmal bei Harrods direkt findet man Angaben dazu.

Der Tee selbst schmeckt kräftig und leicht malzig. Eine solide Mischung, die gut als Frühstücks- oder Nachmittagstee passt. Bei der Ziehzeit bin ich hier etwas vorsichtiger und lasse den Tee nur 1-2 Minuten im Wasser. Selbst dann hat er bereits eine kräftige Farbe und ein rundes Aroma. Zieht er noch viel länger, wird er mir persönlich zu bitter.

Harrods Archive Collection Loose Tea

Der Tee stammt aus Harrods Archive Collection, die klassische Produkte neu auflegt. Der Tee soll dem ersten Blend von 1901 entsprechen.

Mit umgerechnet rund 22 Euro für 250g ist dieser Tee kein Schnäppchen, aber preislich ein durchaus erschwingliches Mitbringsel für Tee-Liebhaber. Dank der Blechdose hat man auch lange nach dem Aufbrauchen des Inhalts noch ein nettes Andenken. Erwerben kann man die Mischung direkt bei Harrods. Entweder direkt in London oder in Terminal 5 am Flughafen Heathrow. Dort hat Harrods ein kleines Geschäft mit einer reichen Auswahl an Spezialitäten und Souvenirs.

Sonntagstee – Black Sencha

Die November-Cuppabox war buntgemischt. Ein naturbelassener Tee, ein natürlich aromatisierter, ein (vermutlich) künstlich aromatisierter – alles von der Marke des Monats: Tea & More. Bisher habe ich nur den (Bio) China Black Sencha probiert.

Rarität aus China: Sencha ist normalerweise ein Grüntee, dieser hier wurde aber zu einem Schwarztee weiterverarbeitet.

Zutaten: Schwarzer Tee aus kontrolliert biologischem Anbau

Beschreibung bei Tea & More

Am Besten gefällt mir an diesem Tee der leicht erdige Geruch, den die Teeblätter verströmen. Aufgebrüht merkt man ihm in Farbe und Geruch die Grüntee-Herkunft an. Der Geschmack ist ein Zwischending aus kräftigem Grün- und sehr milden Schwarztee. Ich meine, eine ganz leichte Orangennote wahrnehmen zu können.

Black Sencha

Abgekühlt und mit keinem oder ganz wenig Zucker mag ich ihn sehr gern. Vielleicht sollte ich mal einen Eistee damit ansetzen oder etwas Zitronensaft dazugeben.
Frisch aufgebrüht ist er mir zu langweilig. Ein Tee, der nicht weiß, was er sein soll.

Sonntagstee – Teeland Toffee Popcorn

Dass die Oktober-Box mein bisheriger Cuppabox-Liebling war, hatte ich ja schon geschrieben. Die anderen Sorten aus der Box stelle ich demnächst auch noch vor. Zuerst soll aber die Beilage der Novemberbox etwas Aufmerksamkeit bekommen. In den anderen Boxen waren Kleinigkeiten rund um das Thema Tee enthalten. Ein Teesieb beispielsweise oder Rum-Kandis. Diesmal war es eine 100g-Tüte Tee von der Firma Teeland mit dem klangvollen Namen Toffee Popcorn.

Bunte Zucker-Konfetti, Popcorn und der Geschmack von Karamell und gebrannten Mandeln verbreitet in diesem Tee gute Laune. Augen schließen und vom Bummel über den Rummel träumen.

Zutaten:Schwarzer Tee (41%), Papayastücke (Papaya, Zucker, Säuerungsmittel Zitronensäure), China Oolong-Tee (13%), Apfelstücke, natürlich gefärbtes Zucker-Konfetti (Zucker, Mandel, Invertzucker, Glukosesirup, färbende Pflanzenextrakte: Saflor, Algen, Rote Beete, Zitronensaftkonzentrat, Aroma), Aroma, Macadamianüsse (Macadamia, Zucker), Mandeln gehobelt, Popcorn (2%)

Direkt von der Packung für Euch abgetippselt.
Die Sorten aus der Teeland-Box im Juli hatten mich ja nicht vom Hocker gehauen. Der oben bereits verlinkte Oolong war da schon besser. Auffällig ist, dass ich bisher nur Mischungen in den Boxen hatte und keine auf Aroma verzichten konnte. Auch Toffee Popcorn ist da keine Ausnahme.

Teeland Toffee Popcorn

Ich würde übrigens niemandem raten, der Versuchung zu erliegen und an den Zutaten rumzuknabbern. Die Mandeln schmecken leicht bitter, Popcorn und Zucker-Konfetti sind pappig. Die Papaya-Stücke sind dagegen nicht unlecker. Anscheinend haben sie das Karamell-Aroma gebunden.

Der Tee riecht stark auf jeden Fall stark nach Karamell. Aufgebrüht ist der Geruch weiter vorhanden, aber abgeschwächt. Bisher habe ich noch niemanden gefunden, der den Gerucht mochte – außer mir. Weder Tiger noch Kollegen wollten sich nach einem Proberiecher auf den Tee einlassen. Ich dagegen könnte stundenlang mit der Nase in der Teetüte hängen.

Teeland Toffee Popcorn

Geschmacklich fällt die leicht herbe Schwarzteenote auf, insbesondere wenn man den Tee ungesüßt trinkt. Eine leichte Grundsüße ist vorhanden – wäre auch überraschend wenn nicht, wenn man sich das Zutatenverzeichnis so ansieht. Aber erst mit etwas Zucker – oder besser noch: Rum-Kandis – kommen alle Nuancen zur Geltung. Zum Karamellgeruch gesellt sich dann eine Ahnung von Butterpopcorn und der gebrannten Zuckerhülle der Mandeln. Ich lümmele mich gern mit einer Tasse von diesem Tee auf der Couch rum oder mache auf der Arbeit eine kleine Pause – eingehüllt in Karamellduft.

Sonntagstee – Das Teehaus Lindbergh Earl Grey Silver Tips Bio

Neuer Monat, neues Glück. Diesmal kommt der Tee von Das Teehaus.
Wie immer ein Schwarztee, ein Grüntee und ein Kräutertee. Letzterer wartet diesen Monat mit einer ganz kruden Mischung auf. Dazu aber an einem anderen Sonntag mehr.

Als erstes habe ich den Earl Grey probiert. Laut Cuppabox-Angabe ist das der

Lindbergh Earl Grey Silver Tips Bio

Zutaten: Schwarztee, natürliches Bergamotte-Aroma

Natürlich aromatisierter schwarzer Tee mit Bergamottegeschmack. Feiner Ceylon, veredelt mit weißem Tee „Silver Tips“ abgerundet mit feinstem Bergamotte-Aroma.

Die Beschreibung stammt von der Cuppabox-Seite aus dem Mitgliederbereich. Auf der Packung steht „SA Earl Grey Silver Tips“. Auf der Homepage ist ein Tee zu finden, der theoretisch passen könnte, aber anders heißt. Anderseits findet sich auf der Packung keine Erwähnung von weißen Tee. Und im Tee konnte ich auch keine entdecken. Allerdings bin ich in so etwas auch ungebügt. Seltsam, seltsam.

Tea – September Edition

Der Tee riecht stark nach Zitrus und nicht muffig, wie es gelegentlich mal vorkommen kann. Er kommt mir frischer vor als andere Earls. Aufgebrüht fällt mir das auch auf. Der Geschmack ist leichter, blumiger. Ich mag Earl Grey lieber kräftiger, daher für mich kein Nachbestellkandidat. Wer herkömmliche Varianten zu kräftig findet, wird hiermit vielleicht eher glücklich.

Tea – September Edition

Sonntagstee – Tree of Tea „Miss Grey“

Ich bin immer etwas irritiert, wenn Produkt und Beschreibung nicht so richtig zueinander passen wollen. Bei dem zweiten Tee von Tree of Tea stellte sich eben diese Irritation ein. Earl Grey und Breakfast Tee sind für mich zwei Paar Schuhe. Natürlich kann ich einen Earl Grey aucu zum Frühstück trinken, stark genug ist er allemal. Aber wenn ich einen Breakfast Tea bestelle, sollte man mich schon vorwarnen, wenn Bergamotte drin ist.

Tree of Tea „Miss Grey“

Englischer Frühstückstee

Mit MISS GREY startest Du perfekt in den Tag. Die kräftige, herbe Tee-Mischung und der Hauch Bergamotte verleihen dem Schwarztee seine frische Zitrusnote. Zitronenstücke und Rosenblätter runden den Frühstückstee ab – ein Erlebnis, das nicht nur zum Frühstück belebt!

Zutaten für unseren Frühstückstee:
Schwarzer Tee, Rosenblüten, Zitronenschalen, Bergamotte, Ringelblumen, Kornblumen.

Alle Zutaten aus biologischem Anbau

Beschreibung auf der Anbieterseite

Der Tee entspricht eher einer Lady Grey. Der Duft ist blumiger, das Bergamotte-Aroma nicht erschlagend. Das hatten wir neulich schon anders. Aufgebrüht erhält man einen starken, aber ausgewogenen Tee. Nicht zu herb, für mich muss aber trotzdem ein Löffelchen Zucker ran. Vielleicht auch zwei.

Ms Grey

Tee am Morgen ist bei mir immer eine Frage der Form. An manchen Tagen weiß ich schon vorab, dass mein Magen keinen kräftigen Schwarztee vertragen wird. Ich bevorzuge dann leichte Tees, häufig auch blumigen Grüntee. Der Earl – oder in diesem Fall die Lady – kommen bei mir eher nachmittags in die Tasse. Das wird hier nicht anders sein. Zweimal habe ich ihn bisher genossen. Einmal kurz nach dem Aufstehen und einmal ein paar Stündchen danach. Beide Male auf nüchternen Magen. Anscheinend tut mir eine längere Pause zwischen Aufstehen und dem ersten Tee ganz gut, beim ersten Mal stellte sich nämlich ein leichtes Unwohlsein ein. Auf den Tee mag ich das nicht schieben. Der ist hervorragend.

Sonntagstee – Nibelungentee Aprikose-Pfirsich Bio

Wegen Connichi diese Woche mit etwas Verspätung.

Der August hat 5 Sonntage, die Cuppabox aber nur 3 Tees. Für die nächsten 2 Beiträge muss ich also in den Tee-Archiven wühlen.
Vorher aber noch die Vorstellung des letzten Tees von Nibelungentee.

Aprikose-Pfirsich Bio

Zart-süßes Aroma, das die ganze Fülle und Süße reifer Früchte in sich trägt.

Zutaten: Schwarztee aus kontrolliert biologischem Anbau und natürliches Aroma.

Beschreibung auf der Anbieterseite

Tea

Ein Schwarztee in Bioqualität, der angenehm fruchtig aus der Packung duftet. Ich könnte nicht sagen, ob er nun nach Pfirsich oder Aprikose schmeckt. Am ehesten würde ich mich eher noch auf Pfirsich festlegen. Auf jeden Fall mag ich diesen Tee und seine leichte Süße. Er riecht und schmeckt nicht muffig oder übermäßig künstlich, was ein eindeutiges Plus ist. Für mich der Favorit dieser Box. Ein Tee für stürmische Herbsttage, die man eingemummelt unter einer dicken Decke verbringen möchte.

Sonntagstee – Magic Lychee

Statt einem Tee-Foto gibt es heute ein Bild von einer Jalapeno.

Jalapeno

Das liegt zum einen daran, dass ich schlichtweg vergessen habe, den Tee zu fotografieren. Und zum anderen liegt es daran, dass man bei diesem Tee nicht bekommt, was Beschreibung und eine der beiden verfügbaren Zutatenlisten versprechen.

Teeland Magic Lychee

Mild-süße Früchtemelange auf weicher Schwarzteebasis ist hier die Ouvertüre für den vollreifen, saftigen Litschigeschmack und die Magie der Taigawurzel.

Schwarztee (51%), Ananasstücke (Ananas, Zucker, Säuerungsmittel: Zitronensäure), Apfelstücke, Bambusblätter, Lemongras, Aroma, Pfingstrosenblütenblätter, Sonnenblumenblütenblätter, Litschi-Fruchtstücke (Litschi, Maltodextrin)

Auf der Cuppabox-Seite sind zusätzlich noch Löwenzahnwurzel und Ginsengwurzel aufgeführt. Die finden sich aber nicht auf der Packung. Hinter dem Ginsing versteckt sich wahrscheinlich die in der Beschreibung angepriesene Taigawurzel. Eine kurze Recherche im Internet ergab, dass Taigawurzel nicht unbedingt wegen des Geschmacks (leicht bitter), sondern eher wegen der imunsystemstärkenden Wirkung getrunken wird. Im Aroma kann sich die Wurzel also nicht verstecken, denn bitter schmeckt der Tee nicht. Ungesüßt schmeckt er mild, mit einer ganz leichten Fruchtnote. Mit Zucker dreht er auf und hat ein wirklich angenehm exotisch-frisches Aroma. Als Litschi-Geschmack würde ich das aber nicht bezeichnen. Ein angenehmer Sommertee. Jetzt müssten nur noch die Verwirrungen um die Zutaten geklärt werden.