Saure Gurken

Hier an der Ponywiese herrscht derzeit die klassische Rollenverteilung. Der Tiger verwandelt mit Hilfe seines Schwiegervaters Wände und Decken in Schweizer Käse, die Katzenmama und ich kümmern uns um die Versorgung mit Kuchen und warmen Mahlzeiten und bringen etwas Ordnung in den Garten. Gelegentlich fahren wir zum nächstgelegenen Baustoffdealer und erwerben so illustre Dinge wie Mini-WAGO-Klemmen.

Sonntag probierten wir den neuen Einkochautomaten aus und sorgten für Nachschub an der Saure-Gurken-Front.

Saure Gurken

Saure Gurken für Einlegegurken
Grundrezept für den Sud – reicht für ca. 2kg Gurken:

  • 2 1/2 Liter Wasser
  • 1/2 Liter Spritessig (10%)
  • 250g Zucker
  • 2 Hände Salz

Gewürze pro Glas (groß):

  • 2 Pigmentkörner
  • 5 Pfefferkörner
  • 1 kleines Lorbeerblatt
  • Senfkörner (ca. 2 TL, der Glasboden sollte leicht bedeckt sein)
  • Dill (1-2 Dolden inklusive Stiel)
  • Bohnenkraut (1-2 Stengel)
  • 1/4 Zwiebel
  • optional: 4-5 Knoblauchzehen
  • optional: Meerrettich oder Ingwer
  • Optional: Chili

Die Gurken wässern und gründlich waschen, Blütenansätze und schadhafte Stellen herausschneiden.
Die Gläser und Deckel vorbereiten, also mit Spülmittel auswaschen und sorgfältig klarspülen oder auskochen.

Alle Zutaten für den Sud zusammenmischen und aufkochen lassen. Abschmecken und bei Bedarf nachwürzen. Der Sud sollte ordentlich sauer sein. Beiseite stellen und abkühlen lassen oder für Schnellgurken direkt weiterverarbeiten. (Siehe unten)

Pro Glas die angegebenen Gewürze einfüllen und die Gurken einschichten. Größere Exemplare in Scheiben schneiden, kleinere kommen ganz ins Glas. Nach oben etwas Platz lassen.
Die Gurken mit dem erkalteten Sud übergießen, sie sollten vollständig bedeckt sein. Deckel verschließen und im Einkochtopf bei 75 Grad 20 Minuten einkochen.

Tipp 1: Übriggebliebener Sud kann im verschlossenen Glas im Kühlschrank bis zu einer Woche aufbewahrt werden.

Tipp 2: Statt Gurken kann man auch Zucchini verwenden.

Schnellgurken:
Gewürze direkt in den Sud geben und aufkochen. Die Gurken in die Gläser geben und mit dem kochenden Sud übergießen. Gläser direkt verschließen.
Schnellgurken können direkt am nächsten Tag genossen werden, halten sich aber nicht lange.

  1. ca. 1-2 cm []

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Frühherbst

Das Pony auf der Ponywiese wird derzeit öfter nass als ihm lieb sein dürfte. Und wenn es nicht regnet, stürmt es. Eine gute Gelegenheit, schonmal für den Winter zu üben. Eingemummelt mit einer Tasse Tee auf der Couch.

Wenigstens lenkt uns das Wetter nächste Woche nicht von der anstehenden Arbeit ab. Das Gästezimmer soll bezugsfertig gemacht, im Wohnzimmer eine Schallschutzwand eingezogen werden. Genug zu tun also für die erste echte Urlaubswoche.

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12 von 12 – Juli

Ein ruhiger, fauler Sonntag war das hier an der Ponywiese. Immerhin fiel mir noch rechtzeitig ein, dass ja der 12te ist, was einen Fotopost rechtfertigt.

Die längste Zeit verbrachte ich auf der neuerdings mit einer Husse versehenen Couch und sah „Once upon a time“. Die Husse soll verhindern, dass die sich lösende Kunstlederschicht an Kleidung und Körpern kleben bleibt. Macht sie bis jetzt ganz gut. Zwischendurch verarbeitete ich die Erdbeeren, die wir von der Freundin eines Tigerkollegen bekommen haben. Zum Glück hatte ich noch eine Dose Apfelpektin im Haus, so konnte ich die erste Erdbeerkonfitüre meines Lebens herstellen. Hat geklappt, der Tiger kann sich über 2 große (600g), 1 kleines und 1 halbvolles Glas freuen. Nächstes Mal weniger Zucker, dann ist sie perfekt.

2 von 12 Juli 20156 von 12 Juli 2015

Zum Abendessen rührte ich uns ein Risotto mit Schweinefiletstücken, Steinpilzen und Kräutern aus dem Kräutergärtchen zusammen. Die wachsen um die Wette und müssen dringend abgeerntet werden.

1 von 12 Juli 20154 von 12 Juli 2015

Danach ging es ab ins Gewächshaus, um einen Teil des dort herrschenden Tomatenpflanzenchaos zu beseitigen. Die Buschtomaten wachsen wild durcheinander. Im Dickicht staut sich die Nässe. Die Triebe haben schon Wurzeln angesetzt. Das zu entwirren dauert noch etwas.

3 von 12 Juli 20157 von 12 Juli 2015

Ebenfalls im Garten entdeckt: eine Mohnpflanze. Ob das Schlafmohn ist? Die Minions wissen es auch nicht.

5 von 12 Juli 20158 von 12 Juli 2015

Nach einem erneuten Couchintermezzo ging es an die wichtigste Frage des Tages. Welchen Nagellack trage ich für morgen auf? Da ich mich nicht entscheiden konnte, nehme ich einfach beide Favoriten.

10 von 12 Juli 201511 von 12 Juli 2015

Die werden hervorragend zu meiner neuen Bluse passen. Habe ich erwähnt, dass ich Casual als Dresscodeangabe furchtbar finde? Ich habe so wenige Sachen, die dazu passen. Ich kann entweder Business / Elegant oder Schlumpi. Dazwischen gibt’s nichts. Jetzt geht es noch ab in die Wanne und dann ist der Sonntag auch schon wieder um.

9 von 12 Juli 201512 von 12 Juli 2015

Eine schöne Woche Euch allen!

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Luft anhalten

Langsam rückt der Urlaub näher. Nächste Woche müssen noch ein paar Projekte so zu Boden gerungen werden, dass sie 3 Wochen dort bleiben. Danach verschwinde ich soweit möglich von der (beruflichen) Bildfläche und mache mir zur Abwechslung mal über andere Themen Gedanken. So richtig anders sind die natürlich auch wieder nicht, aber es bleibt Zeit, mal aus einem anderen Blickwinkel draufzuschauen. Auf solche Entscheidungen zum Beispiel und die Fragen ob und warum so etwas funktioniert oder eben auch nicht. Spoiler: Für fortschrittlich und innovativ halte ich Paywalls nicht unbedingt.

Bis ich die Zeit habe, dieses und anderen Themen gründlicher zu sezieren, tauche ich in diesen Nicht-mehr-noch-nicht-Zustand ab, der entsteht, wenn ich mental schon weg bin, physisch aber noch da sein muss. Es ist, als würde man die Luft anhalten – und wenn man nach endlosen Sekunden wieder auftaucht, sieht alles ein wenig klarer aus.

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Gegensätze

Frühstücken mit Blick auf den Maibaum im Biergarten – Abendessen, das eher Glückspiel als souveränes Bestellen ist, da wir dazu neigen, in Lokalen zu landen, wo kaum Englisch gesprochen wird. Wir sind aber noch nicht verhungert.

Bilder folgen.

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Unterwegs: China

Die Woche verging über den Vorbereitungen für die 2-wöchige Chinareise rasend schnell. Einen Tag opferte ich dem Kranksein. Zum Glück ging das so schnell vorbei wie es kam, sonst hätte ich mit leerem Koffer abreisen müssen. 12 Stunden vor Abflug hatte ich endlich alles gebügelt und gepackt, so dass es Samstagmorgen nach Hamburg zum Flughafen gehen konnte. Jetzt sitze ich mitten im Diplomatenviertel in Peking in einem deutschen Hotel, in dem einem die Angestellten gleich erstmal vom guten deutschen Bier vorschwärmen, das es im angeschlossenen Brauhaus gibt. Wir haben uns dann doch entschieden, einem chinesischen Restaurant den Vorzug zu geben. Bei Hühnerfüßen, Erdnusshühnchen, gebratener Entenbrust, frittierten Shrimps, Gemüse mit viel Knoblauch und Wassermelonensaft fühlt man sich dann auch endlich angekommen.

Gleich beende ich den Tag mit einem beruhigenden Kräuterbad und einem Kännchen Tee. Danach kann die neue Woche gern kommen.

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Schneckentempo

Eine Sommergrippe kündigt sich an und das wie immer zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Samstag steige ich mal wieder in ein Flugzeug und hake die zweite von geplanten drei größeren Dienstreisen ab. Das Visum kam Freitag, die Flüge sind gebucht, der Ablaufplan steht größtenteils. Nur die Hotelbestätigung fehlt noch. Kranksein kann ich da gerade gar nicht gebrauchen, immerhin ist auch noch genug vorzubereiten. Wäsche waschen und bügeln oder reinigen lassen, packen, Wochenendprogramm vorbereiten, vielleicht nochmal grob durchputzen. Der Garten sieht auch schlimm aus, aber noch haben wir Schonfrist. Wenigstens hat der Tiger frei und kann mit anpacken. Arbeiten muss ich schließlich nebenber auch noch.

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Buddeltherapie

Die Kartoffeln sind noch nicht erntereif, aber Kräuter für die gekauften Exemplare liefert der Garten immerhin schon.

Backkartoffel

Der Rest wächst in mäßigem Tempo vor sich hin. Die erste Ernte Radieschen ist madig, wir setzen unsere Hoffnungen in die später gesähten. Kleine Tomaten haben sich auch bereits gebildet und die Zucchini dürften demnächst ausgewachsen sein. Die Erdbeeren werden wir wohl gegen Schnecken verteidigen müssen. Dafür zeigen sich im Kampf gegen den Giersch erste Erfolge.

Nicht zu verachten ist auch der therapeutische Effekt der Gartenbuddelei. 2 Stündchen Unkrautzupferei und der Stress der Arbeitswoche ist fast vergessen. Zumal man am Ende auch ein Ergebnis sieht und nicht nur Papier bzw. die Festplatte gefüllt hat. Ich hoffe, das schlägt nicht irgendwann um, wenn klar wird, um was für eine Sisyphusaufgabe es sich hier handelt. Kaum hat man sich umgedreht, sprießt hinter einem schon neues Kraut. Zur Not dann doch zubetonieren und grün anmalen.

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Symbolbilder

Skyline

Lady Liberty enlightening the world

Freedom Tower

Baker Goods

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If you can make it here

Drei Wochen verbringe ich in Steinwurfweite von New York City. Drei Wochen, die pickepacke voll sind mit Geschäftsterminen unter der Woche und Sight Seeing am Wochenende. Wenn man schon mal hier ist, muss man das ja auch ausnutzen. Gestern West Point, heute Liberty und Ellis Island, nächsten Samstag Manhattan und Sonntag vielleicht an die Küste.

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