Katzenleben – 08.03.2010

Am 9. March 2010 um 0:05

Aufgestanden, zur Arbeit gefahren, gearbeitet, zurückgefahren, Abendbrot gegessen, Restabend auf der Couch verbracht. – So in etwas ließe sich mein Tag zusammenfassen. Ein ganz normaler Arbeitstag halt. In der Kurzfassung. Aber das ist wohl nicht Sinn dieser Geschichte hier, also ein paar Details

Nachdem ich Donnerstag das Kaufhofparkhaus ausprobiert habe, fiel die Wahl heute doch wieder auf das Parkhaus am Bahnhof (Hamburg). Danach bin ich jedes Mal irre stolz, dass ich dem Kittymobil keine Schrammen verpasst habe. Der SUV, der vor mir fuhr, hatte nicht so viel Glück.

Termine in Bahnhofsnähe sind aber auch anderweitig gefährlich. Viel zu nah an einem Sushiladen. Zum Glück habe ich mich letzte Woche so damit überfressen, dass ich heute gar keinen rohen Fisch mochte. Habe stattdessen den Gosch-Stand angesteuert und dort ein Krabbenbrötchen erworben. Und ein Räucherlachsbrötchen. Letzteres war sogar besser als mein üblicher Krabbenfavorit. Morgen wieder dort, vielleicht nutze ich diesmal ja das Mittagsangebot das Sushidealers.

Der Heimweg war dann von Vorfreude auf das angekommene M.A.C.-Paket getrieben. Inhalt: 6 Lidschattenpigmente und ein neuer Luxuspinsel. War eine gute Wahl. Außerdem wartete zuhause ja auch noch das Brot von gestern. Der Kanten war schon heute morgen zum Frühstück fällig und (von mir) für gut befunden worden. Jetzt war ich gespannt, was der Tiger sagen würde. Außerdem hatte selbiger Hackepeter besorgt. Vielleicht nicht das stoffwechselfreundlichste Abendessen aber lecker. Ein bisschen mehr Salz hätte das Brot vertragen können. Und mehr Biss. Vielleicht Vollkornhaferflocken oder etwas Weizenschrot.

Katzenleben – 07.03.2010

Am 7. March 2010 um 22:58

Verkehrte Welt. Gestern viel zu lange geschlafen, heute nach nur 6 Stunden aufgewacht und hellwach gewesen. Dabei hatte ich den Wecker extra etwas später gestellt. Hatte noch bis spät in die Nacht Elfen Lied geschaut, damit ich die DVDs morgen dem Kollegen zurückgeben kann, der sie mir geliehen hat.

Sonntagmittag sind ein paar ziemlich schräge Typen im Fitnessstudio. Statt der hormongesteuerten Muskelprotze und der Teenagermädchen, die das Studio mit einem Laufsteg verwechseln, trifft man dann eher die gesetzteren Herrschaften an. Heutige Highlights: Eine Muskelomi, die so aussah, als ob sie die Jungspunde, die etwas nervig waren, gleich ungespitzt in den Boden rammen würde, und eine Dame im besten Alter, die anscheinend Kraftraum und Golfplatz verwechselt hatte und alle Übungen mit einem über die Schultern geworfenen Pulli absolvierte.

Wochenende ist immer auch Koch- und Backzeit, kommt man sonst ja eher nicht dazu.
Nach dem Training gab es neuseeländisches Hirschsteak mit Vanille-Vichy-Möhrchen. (Möhrenrezept von hier)
Gegen Abend konnte ich dann auch endlich das Brot in den Ofen schieben, das seit gestern in Bearbeitung war. Ist gut geworden. Hefeteig liegt mir besser als Sauerteig.

Brot

Ich bin gespannt, wie’s schmecken wird und freue mich schon auf die 11 Folgerezepte.

Nebenbei heute auch mal wieder etwas länger im Comicforum gelesen. Weiß nur noch nicht, ob das so eine gute Idee war. Viel vermisst habe ich nicht.

Katzenleben – 06.03.2010

Am 6. March 2010 um 20:29

Bloß gut, dass die Wände in diesem Haus dünn genug sind, um die Klingel der nächsten Nachbarn hören zu können. (Und Klaviere, Babys, Handys und was noch so ungewöhnlichen Lärm macht.) Sonst wären wir heute wohl gar nicht mehr aufgestanden, denn zumindest mein Körper war der Meinung, dass 11 Stunden Schlaf nach einer abwechslungsreichen, langen Arbeitswoche ja wohl unterstes Minimum sind. Wir diskutieren das bei Gelegenheit nochmal aus.

Dank Schlafkrankheit blieben dann auch nur noch 5 Stunden bis der Tiger wieder zur Arbeit musste. Grund genug, einkaufen und Mittagessen / Frühstück miteinander zu kombinieren. Bei Citti funktioniert das ganz gut. Erst die Bäuche mit hausgemachter, frischer Pasta (mit Steakstreifen und Cocktailtomaten wirklich ein Gedicht) füllen und dann in Ruhe und vernünftig einkaufen. So landen weniger Süßigkeiten im Einkaufswagen. An den Knusperflocken von Zetti konnte ich dann aber doch nicht vorbei und der Tiger hat sich Nervennahrung für die Nachschicht mitgenommen.

Ansonsten landen in letzter Zeit erstaunlich viele gesunde Sachen in unseren Vorratslagern. Frisch, natürlich und lecker. Der Fertigpamps lockt kaum, was der Tiger auf den Frühling schiebt, der hoffentlich irgendwann mal einsetzt.

Frühlingsvorbereitungen treffen wir derzeit auch für den Balkon, der noch etwas kahl aussieht. Nächste Woche verlegt der Tiger die Holzfliesen, die schon eine Weile im Keller lagern und ein bisschen von dem Betongrau verdecken sollen. Wenn die Temperaturen dann wieder dauerhaft im Plusbereich liegen, kommen die ersten Pflanzen in die Blumenkästen und -kübel. 18 Tüten Samen warten darauf, zu duftenden Blüten und Kräutern oder süßen Früchten heranzuwachen. Ein wenig Gemüse, Blumen, ein bisschen Pflücksalat, Erdbeeren, Tomaten und Balkonkürbisse. Ich bin gespannt, wie sich meine Schützlinge entwickeln.

Technische Probleme

Am 18. January 2010 um 14:56

Aus irgendeinem Grund scheint das Blog-CSS kaputt zu sein. In der Vorschau ist noch alles okay, danach fehlen einige Dinge. Werde ich bei Gelegenheit mal beheben.

Phish am Morgen

Am 18. January 2010 um 11:27

Derzeit gehen Phishingmails herum, die Daten zu DHL-Accounts abfragen und auf den ersten Blick erstmal täuschen könnten.

  • Ansprache mit Vor- und Nachnamen
  • Flüssiges Deutsch, ähnliche Formulierungen kennt man aus legitimen Mails
  • Angabe einer Kontaktnummer für Nachfragen

Für einen kurzen Moment habe ich wirklich überlegt, ob ich mich schon mit meinem alten Namen für den Packstation-Service angemeldet habe.
Genaueres Hinsehen lässt den Phishingversuch dann aber auffliegen.
Erste Indizien:

  • Veraltete Daten (in meinem Fall)
  • Ziemlich kaputte Formatierung (im Beispiel unten nicht mehr zu erkennen, ist auch eher ein Indiz)
  • Fehler in der vollständigen Firmenbezeichnung (es fehlt ein &)
  • Fehlerhafte Firmenadresse. DHL sitzt in Bonn, nicht in Berlin.

Und ganz eindeutig:

  • Die angegebene Adresse.
    1. Schon die Toplevel-Domain (das nach dem Punkt) sollte misstrauisch stimmen
    2. Maskierung im Domainnamen (das O ist gar kein O, sondern eine 0 (Null))
  • Und last but not least der Hinweis der DHL, der legitimen Mails angestellt ist:

    Vorsicht vor gefälschten E-Mails! Beachten Sie, DHL wird Sie niemals auffordern, Ihre PostPIN im Internet einzugeben!

Kurz drüber amüsieren. Eventuell DHL informieren. Löschen.

Sehr geehrte(r) Vorname Nachname.

Da wir in den letzten Wochen unser Serversystem auf den neusten Stand gebracht haben, bitten wir Sie, aktiv bei unserem umfassenden Systemcheck mitzuwirken.

Dieser dient dazu, eventuelle Fehler zu beseitigen. Wir bitten Sie daher darum, sich auf der DHL-Seite einzuloggen um Ihre PACKSTATION-Daten zu überprüfen.

http://PACKSTATI0N.6x.to/index.php?id=540158c88d9ff6c

Schlägt der Loginversuch fehl, bitten wir Sie, sich unter folgender Nummer zu melden:

0800 343 435 36 (0 ct/Min*)

Viel Spaß weiterhin mit Ihrer PACKSTATION wünscht Ihnen

Ihr PACKSTATION Team

*) Aus dem deutschen Festnetz

———————————————————–

DHL Vertriebs GmbH Co. OHG

Rathausplatz 1

10234 Berlin

Vorratslager

Am 17. January 2010 um 23:32

Wahrscheinlich hat jedes Mädchen einen supersecretmakemefeelgood stash, ein geheimes oder auch weniger geheimes Lager, in dem es Dinge hortet, die es immer mal wieder gern benutzt, aber eigentlich doch nicht braucht. Meist werden die Gegenstände im Zustand des Jagdfiebers gekauft, obwohl man weiß, dass man schon zig ähnliche Dinge daheim hat. Bei manchen sind es Kleider, bei anderen die vielzitierten Schuhe. Ich kenne mindestens eine Dame, die Stoffe hortet. Bei mir sind es Kosmetik- und Pflegeartikel.

An die 30 Lippenstifte, 15 verschiedene Körperlotionen, -cremes und neuerdings auch -butter, bestimmt 20 Duschgelsorten, dazu 10 Shampoos, diverse Deodorants, Seifen, Gesichtscremes, Haarkuren, Stylingprodukte, die ich NIE benutze. Dann sind da noch 20 Nagellackfläschchen, Eyeliner, Lidschatten, Peelings, Reinigungsmilch, Parfum, Badekugeln, Badeschaum, Duschjelly. Fußcreme, Gesichtsmasken, Spülungen, Mascara, Lipgloss, den ich nie benutze, weil ich die Kleberei nicht mag, Bronzepuder, Foundation.

Von dem, was in meinen Schränken und Schubladen lagert, könnten drei weibliche Wesen ein Jahr lang zehren. Mindestens. Deshalb gilt dieses Jahr auch: Erst aufbrauchen, dann etwas Neues kaufen. Und ihr seid live dabei.

Männerabend

Am 17. January 2010 um 0:42

„Du~u?“ fragte die kleine schwarze Katze den großen Tiger, der sich bärengleich auf der Couch ausgestreckt hatte und leise vor sich hin brummte, während er auf dem Fernseher verfolgte, wie 20 Männer einem Ball hinterherrannten. „Ja?“ knurrte der Tiger und wandte seinen Blick widerwillig von der Flimmerkiste ab. „Och nichts“, flötete das Katzentier grinsend zurück und konnte sich gerade noch ducken, als plötzlich ein Kissen durch den Raum flog.

Raster

Am 25. November 2009 um 21:30

Anke Gröner hat eine wunderbare Liebeserklärung an die sequentielle Kunst verfasst.

Und da waren auf einmal die Comics. Voller Bilder, auf die ich nie kommen würde, in dutzend-, ach was, hundertfach verschiedenen Stilen. Dialoge, die aus Sitcoms stammen könnten, aus großen Dramen, aus Daily Soaps, aus Actionfilmen. Und: Ich kann sie lesen, wann immer ich will, und ich kann mich auf ihre Bilder einlassen, wann immer ich will.

Besonderes Augenmerk legt sie dabei auch auf die formale Umsetzung.

Und dann geht es weiter: Aus einem Panel werden mehrere, die auf eine Seite passen. Müssen es Panel sein? Ist der Rahmen immer rechteckig? Was hat es zu bedeuten, wenn der gerade Rahmen mal nicht gerade ist?

Aus diesem Grund empfehle ich an dieser Stelle mal einen der Comics, der gerade ganz oben auf meiner „Bitte mehr davon“-Liste steht: Fell
Ich weiß nicht, inwieweit der Sammelband auch den Anhang enthält, den ich an den Heften sehr schätze. In der „Back Matter“ bekommt man einen Einblick in den Entwicklungsprozeß und die Idee, die hinter den Geschichten und dem Artwork stecken. „Fell“ ist aus formaler Sicht interessant, weil es einem strikten geometrischen Raster folgt. 3 mal 3 Panel, die nach Bedarf zusammengezogen werden können, um Akzente zu setzen.

Aktuell tut sich nichts (zuletzt kam Ausgabe 9 heraus), Mr. E hat jedoch versprochen, dass es ganz bestimmt weitergehen wird.
Wer Lust hat, das Skript zu Fell #1 zu lesen, wird hier fündig.

Wikipedia und die Basisdemokratie

Am 28. October 2009 um 17:22

Naja, die meisten Diskutanten pro Fefe waren doch wohl eher Durchgangsgäste oder Schlafaccounts (nein, nicht alle, es gibt auch durchaus einige Gegenbeispiele), denn wirklich aktive Community-Mitglieder.

Benutzer Papphase als Kommentar zur Behaltensentscheidung bzgl. des Wikipedia-Artikels zu Fefes Blog

Das obige Zitat erfasst, woran die deutsche Wikipedia krankt. Entscheidungen werden nicht von denen gefällt, die ihre Inhalte tatsächlich nutzen (im Folgenden „Konsumenten“), sondern von einigen wenigen, die Inhalte beitragen (im Folgenden „Aktive“). Dabei kommt es dann zu so absurden Konstrukten wie der Tatsache, dass die Aktiven sich tatsächlich anmaßen zu entscheiden, was für den Konsumenten von Relevanz ist. Natürlich wird es kaum möglich sein, die Entscheidungsgewalt tatsächlich an die Basis, die Konsumenten, weiterzugeben, denn dann träte sicher bald eben das auf, was auch im Zitat anklingt: Mobilisation von willfährigen Anhängern zur Durchsetzung der eigenen Ansichten.

So wie es derzeit praktiziert wird, kann das System auf Dauer jedoch nicht aufrecht erhalten werden, ohne dass der Ruf der Wikipedia als einer Quelle, an der jeder mitwirken kann und darf, leiden wird. Mitwirkung bedeutet eben auch, Einfluss nehmen zu können. Nicht jeder kann die Zeit aufwenden, um fein formulierte und informative Artikel beizutragen. Darf man ihm deshalb die Möglichkeit nehmen, ein Projekt insofern zu beeinflussen als seine Meinung gehört und nicht als die eines „Durchgangsgastes“ herabgewürdigt wird?

Das Chaosradio wird sich heute Abend mit dem Fall Wikipedia beschäftigen. In der Sendung gibt es sicher auch eine Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse, nur für den Fall, dass man noch nichts davon gehört oder nicht die Zeit gehabt hat, sich intensiv damit zu beschäftigen.
Also entweder heute ab 22:00 Uhr FRITZ hören – oder morgen den Podcast ziehen.

Warum die Wikipedia so ist, wie sie ist – Erklärungsversuche

Am 20. October 2009 um 18:00

Das erklärt natürlich so einiges.

Man könnte glatt den Eindruck bekommen, dass die Wikipedia von pensionierten Beamten übernommen wurde.

„99% aller Deutschen sind irrelevant“ – bei Pavel / Aggregat7