WMDEDGT 10/2017 – KiTa-Eingewöhnungsedition

Mit dem KiTa-Start für Knirpsi kommen langsam wieder planbare Arbeitszeiten auf mich zu und damit vielleicht, vielleicht auch Zeit für’s Bloggen. Ich feiere das mit einem Beitrag zu Frau Brüllens „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“-Event.

Der Tag geht früher los als geplant. In der Nacht muss ich um jeweils kurz nach 3 Uhr und kurz nach 5 Uhr aufstehen, um Knirpsi zu beruhigen. Schnuller rein, Elefant an und Ruhe ist. Um 6 Uhr klingelt mein Wecker. Ich döse noch etwas und will gerade aufstehen, als das Babyphone wieder Laut gibt. Den morgendlichen Tee am Schreibtisch kann ich also abhaken. Ich versuche es trotzdem mit dem Schnuller-Elefanten-Trick. Keine Chance. Also ab mit Kind und mir in das warme Bett und noch ein wenig Kuscheln. Vielleicht schläft einer von uns ja noch mal ein? Leider nicht.

Kurz nach 7 Uhr stehen wir auch. Knirpsi bekommt eine frische Windel und wird angezogen. Danach mache ich ihm ein Brot. Während er erst den Belag und dann das Brot futtert, ziehe ich mich an und saniere mein Gesicht. Bald danach geht es schon los. EIn großer Discounter hat Kindersachen und man diesen Angeboten muss man schnell sein. Wir sind kurz vor 8 Uhr drei Orte weiter auf dem Parkplatz und haben im Laden freie Auswahl. Eltern, die explizit Mädchenklamotten wollten, haben weniger Glück. Ich ergattere aus dem Mädchensortiment noch ein paar Teile mit Katzen drauf, packe mir einen Eistee und eine Pizzazunge als Frühstück ein und schon sind wir wieder unterwegs. KiTa-Eingewöhnung Tag 2 steht an.

An der KiTa treffen wir noch während der Bringzeit ein. So muss ich nicht einmal klingeln, sondern kann direkt rein. Ich parke frecherweise in einem Anwohnerbereich, der Starkregen spült das schlechte Gewissen weg. Sind auch noch reichlich Plätze frei. Knirpsi freut sich, als er das Gebäude sieht und düst drinnen auch direkt in einen der beiden Gruppenräume. Die Erzieherinnen sind baff und schlagen vor, dass wir doch auch das Frühstücken mal ausprobieren. Diese Betreuungsgeschichte gewinnt noch mehr Reiz für den Zwerg, denn jetzt wird ihm klar, dass es hier auch Essen gibt. Reichlich Essen. Trotz Frühstück schlägt er noch mal gut zu, isst zwei Käse-, ein Frischkäse und ein Eischnittchen und beömmelt sich die halbe Zeit. Nicht nur, dass er hier mit Nahrung versorgt wird, er darf auch noch unangeschnallt in einem Miniaturstühlchen sitzen. Das Kind sehen wir nie wieder.

Nach dem Frühstück geht es zurück zur Gruppe. Es wird reichlich gespielt und getobt. Knirpsi lässt sich bereitwillig von S. wickeln und auf den Arm nehmen. Außerdem zeigt er allen Kindern, wie er untenrum gebaut ist. Der Wickelraum hat nämlich ein großes Fenster Richtung Gruppenraum, das direkt am Wickeltisch ist. Da kann man toll vor rumtanzen. Später versucht er wieder ein paar Schritte zu machen, findet Krabbeln grundsätzlich aber besser. Nur beim Malen am großen Tisch turnt er einmal herum und nutzt die anderen Kinder als Stütze. Wir machen noch beim Kreis mit, dann will ich aufbrechen. Knirpsi findet das blöd und will lieber zu S. auf den Arm. Läuft.

Zuhause bekommt das müde Kind noch etwas zu essen und ratzt dann 2 1/2 Stunden in seinem Bett vor sich hin. In der Zeit esse ich etwas, lege ein wenig die Füße hoch und arbeite dann. Ich telefoniere (ungestört!) und schreibe Mails. Selbst das Telefonat mit der Elterngeldstelle bekomme ich unter. Ich werde den Bezug demnächst abbrechen müssen, weil ich mit dann 25 Stunden / Woche so viel verdiene, dass rückwirkend gekürzt wird.

Als Knirpsi wieder wach wird, spielen wir etwas und telefonieren per Facetime mit den Großeltern. Eine tolle Erfindung. Knirpsi verdrückt zwei Bananen und findet, dass das immer noch recht wenig ist. Außerdem wird er recht schnell wieder müde. Wir schlagen die Zeit tot, bis ich den Tiger wecken kann. Der könnte durchaus noch mehr Schlaf gebrauchen, aber ich muss jetzt wirklich das Abendessen vorbereiten. Es gibt Corn Chowder. Zwischendurch telefoniere ich mit den beiden Kollegen, die gerade in meinem Auftrag in Ungarn unterwegs sind. Knirpsi verdrückt einen reichlichen Teller voll Eintopf (Teile davon werden später wieder auf dem Tiger landen) und ist happy. Er kommt in die Badewanne und ich mache mich auf den Weg zum Elternsprechertreffen. Im November steht Flohmarkt an, der muss organisiert werden. Elternsprechertreffen sind ja durchaus speziell, aber es hätte schlimmer kommen können. Nach 2 Stunden bin ich wieder Zuhause und löse den Tiger ab, der zur Arbeit muss. Küche und Wohnzimmer hat er schon aufgeräumt, ich muss nur noch die Essensreste wegstellen. Nicht ohne mir noch ein wenig zu nehmen und es aufzuessen, während ich diesen Blogeintrag schreibe. Jetzt geht es gleich wieder runter. Ich werde mich bettfertig machen, die Küche für morgen früh vorbereiten und dann ein paar Minuten Murakami hören. Wahrscheinlich dieselben wie gestern. Morgen um 6 Uhr klingelt wieder der Wecker.

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WMDEDGT – September

Frau Brüllen möchte wissen, was wir heute so getan haben und so schreibe ich das zum ersten Mal auf. Ein ganz normaler Tag.

Knirpsi wird kurz vor 5 wach und weint. Da er sich nicht beruhigen lässt, nehme ich ihn mit zu uns ins Bett. Er kuschelt sich direkt an den Tiger und schläft wieder ein. Um 5:30 steht der Tiger auf und ich übernehme. Wir schlafen noch mal bis 7 und lassen den Tag langsam anfangen. Ich ziehe erst mich und dann Knirpsi an und verpasse ihm eine frische Windel. Gegen 8 gibt es Frühstück. Brot mit Frischkäse sowie eine halbe Feige für Knirpsi, die andere Feigenhälfte wandert auf mein Porridge. Gestern habe ich Granola-Pulver nach einem Rezept von Jamie Oliver gemacht, das ziemlich lecker ist.

Nach dem Frühstück gehen wir kurz nach oben. Ich schicke ein Angebot raus, sehe meine Mails durch und buche einen Flug für die Veranstaltung, die ich Freitag in Düsseldorf besuche. Knirpsi hat schnell keine Lust mehr. Oben muss er im kleinen Laufgitter bleiben, mein Arbeitszimmer ist nicht kindersicher. Wir gehen wieder nach unten. Ich mache mir einen Tee, während Knirpsi im großen Babygefängnis spielt. Glücklich ist er nicht, daher lasse ich ihn raus und er tobt durch das Wohnzimmer. Highlight ist das Babybay, das seit gestern hier zwischengeparkt ist. Was wir damit machen, wissen wir noch nicht. Als Lauflernhilfte eignet es sich dank seiner Rollen aber Bestens.

Wir rufen noch per Facetime bei meinen Eltern an und unterhalten uns ein wenig. Dann wird Knirpsi langsam doch müde. Er spielt noch ein wenig, während ich auf Twitter über Vereinbarkeitsherausforderungen diskutiere und mit dem Kollegen, der mich unterstützt, bespreche, was heute so ansteht. Gegen 11 bringe ich Knirpsi ins Bett und freue mich mal wieder, wie gut das gerade klappt. Hinlegen, Schnuller rein, zudecken, Vorhänge zu, Spieluhr an, über den Kopf streicheln, fertig. Jetzt habe ich zwischen 30 Minuten und 2 Stunden Zeit für mich. Ich bestücke die Wasserkaraffe mit der Orange, deren Schale ich gestern für’s Porridge brauchte und suche etwas zum Abendessen raus. Der Tiefkühlschrank soll leerer werden. Es wird Frikassee geben. Anschließend gehe ich wieder nach oben und arbeite ein Stündchen. Ich schaffe es immerhin, meinen Kalender zu aktualisieren, eine Präsentationsvorlage zu aktualisieren und sie mit einem Kollegen zu besprechen, bis Knirpsi wieder wach wird und eine neue Windel braucht.

Ich wärme das Mittagessen für Knirpsi auf (Ofengemüse mit Hähnchen) und werfe für mich schnell übriggebliebene Hähnchenbrust und den Rest frischen Spinat in die Pfanne. Zusammen mit einer Tomate, Gurke und Mayonaisse, die ich gestern gemacht habe, wird das mein Mittagessen. Wir essen und haben Spaß. Knirpsi ist es egal, dass es den dritten Tag in Folge das gleiche gibt. Er isst mit Appetit. Nach dem Essen setze ich Knirpsi in das Babygefängnis. Während er mit seinen Stapelwürfeln spielt, räume ich den Geschirrspüler aus. Zwischendurch gehe ich kurz nach oben, um den Laptop und meinen Notizblock herunterzuholen. Ich beginne, diesen Beitrag zu schreiben.

Ich räume den Geschirrspüler wieder ein, bringe den Bio-Müll raus und mache mir einen Tee. Knirpsi findet, dass er jetzt lange genug allein gespielt hat und gibt das auch lautstark kund. Er fängt, die Spielsachen aus dem Gefängnis zu werfen. Ich verschiebe die weiteren Aufräumarbeiten und gehe wieder zu ihm. Wir puzzeln die nächsten zwei Stunden so vor uns hin. Mal zusammen, mal allein. Erneut steht ein Windelwechsel an. Knirpsi ist heute in Höchstform. Ich schaue eine aufgenommene Fernsehsendung, Knirpsi dekoriert sein Spielzeug um. Zwischendurch telefoniere ich mit einem Mandanten, der Termine vereinbaren möchte.

Gegen 15 Uhr frage ich Knirpsi, ob er Hunger hat, was mit einem lauten „Uuuuuuuuhhhh!“ quittiert wird. Wir gehen gemeinsam in den Vorratsraum. Knirpsi hatte mir vormittags schon gezeigt, dass er die zwei Treppenstufen nach hinten allein bezwingen kann. Er war plötzlich weg und als ich ihn suchte, fand ich eine offene Tür zur Küche vor, die zum hinteren Flur und den Hauswirtschaftsräumen führt. Dort krabbelte der Zwerg fröhlich zur Treppe und freute sich wie blöd, als er runterkletterte. Wieder ein Meilenstein geschafft. Wir gingen nachmittags also gemeinsam in den Vorratsraum und begutachteten das Obst. Ich suchte eine Birne und eine Banane aus und lockte mein Kind wieder nach vorn. Dort suchte er sich die Birne aus, die er genüsslich wegmampfte während ich die Küche noch weiter aufräumte. Danach bekamen auch die Spatzen ein paar Leckereien und wir warteten gemeinsam auf den Tiger. Der musste auf dem Heimweg noch zum Baumarkt. Da Knirpsi Treppenstufen neuerdings sehr spannend findet, muss für die Treppe ins Obergeschoss eine Lösung her. Nicht nur, dass die aus Stein, mit fiesen Kanten ist, nein, die Stufen sind auch noch hinten offen. Gestern erwarben wir also ein Treppengitter, das breit genug ist, den ganzen Flur abzudecken und sich am Geländer des Kellerabgangs befestigen lässt. Ganz reicht das Gitter nicht, daher muss noch ein Holzpfosten an die Wand. Später ruft der Tiger noch mal an. Der Baumarkt im nächste Dorf hat nicht, was er möchte, er muss also nach Schleswig. Das dauert pro Strecke eine halbe Stunde, daher wollte er fragen, ob es passt. Tut es. Ich gebe ihm noch zwei Dinge mit auf den weg, die ich brauche und genieße dann die Stille. Knirpsi ist nämlich zwischenzeitlich noch mal müde geworden und schläft in seinem Bett. Nachmittags klappt das meist nicht ganz so gut, aber meist beruhigt er sich nach ein paar Tranchen und schläft schnell ein. So auch heute.

Ich gehe noch einmal an den Schreibtisch. Da ich eine ganze Weile einfach nur rumgetrödelt habe, traue ich mich nicht, etwas Größeres anzufangen, arbeite aber kleinere Sachen ab. Wenig später muss ich mich auch schon wieder auf den Weg nach unten machen. Die Feuerwehrsirene ging zweimal los und Knirpsi ist davon wachgeworden. Wir spielen noch etwas und empfangen dann den Tiger. Zusammen gehen wir noch einmal zu den Nachbarn. Morgen startet vermutlich der zweite Anlauf, unseren Garten in Schutt und Asche zu legen. Dafür sollen schwere Geräte über die Ponywiese rollen und A. muss den Ponyabfangzaun kurzzeitig abmontieren. Ob es wirklich los geht, wissen wir aber noch nicht. Wieder sieht es nach Regen aus und eine Matschewiese überlebt die schweren Fahrzeuge nicht. Während der Tiger mit A. spricht, bin ich bei den anderen Nachbarn und plaudere. Samstagvormittag werden sie auf Knirpsi aufpassen, so lassen sich mein Auswärtstermin und die Wochenendschicht des Tigers vereinbaren.

Während zu Hause der Reis für das Abendessen kocht, spielen Tiger und Knirpsi im Babygefängnis. Ich pflücke Plaumen, breche das aber schnell ab. An den Früchten sitzen Bienen und richtig reif sind sie auch noch nicht. Das gute halbe Kilo, das schon im Eimer ist, wandert für Pflaumenmus in den Slowcooker, der Rest darf weiter reifen. Wir essen und stecken Knirpsi dann in die Wanne. Während der Tiger ihn badet, klare ich in der Küche auf. Eine unendliche Geschichte. Es folgen Sandmann und Einschlafritual, der Tiger liest vor. Ich schreibe noch ein paar Mails und beende diesen Beitrag. Gleich gibt es noch eine Folge Supernatural, danach gehen wir ins Bett. Und morgen alles von vorn.

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In fremder Sache – Teil 2

Nachdem Berlin letzte Woche ja fast weggeschwemmt wurde, musste auch der Arbeitseinsatz in Adas Garten verschoben werden. Hier noch einmal alle Infos, falls Ihr spontan noch Lust habt, Euch am Samstag körperlich zu betätigen.

Wann?
Am 08.07. 2017 von 10-13 und 15-18 Uhr kann laut gearbeitet werden, dazwischen gehen leise Sachen und es stehen Kaffee und Kuchen bereit. Hinterher gibt es Würstchen vom Grill.

Wo?
Im Berliner Stadtteil Rosental/Pankow Endstation M1 Schillerstr. (genaue Anfahrt bekommt Ihr nach der Anmeldung)

Was?
Ganz viel Gartenarbeit:

  • Bohnenbeet säubern und Bohnen stecken
  • Zuckerschotenbeet vorbereiten, aussäen, Rankhilfe setzen
  • Blumenbeete säubern und den fiesen, rankenden Klee rausziehen
  • Grünschnitt am Wein
  • Rasen mähen
  • Studentenblumen pflanzen

Mitbringen?
Im Prinzip nichts, außer gartenarbeitstaugliche Sachen, Sonnenschutz/Kopfbedeckung und vielleicht latexbeschichtete Handschuhe. Gartengeräte sind vorhanden.
Falls noch was nötig wäre, tragen wir das nach.

Verpflegung?
Siehe oben. Für Kaffee und Kuchen sowie Würstchen und Getränke wird gesorgt. Wer besondere Wünsche hat (vegetarisch oder vegan, halal, koscher oder ähnliche) schreibt mir das bitte bei der Anmeldung.

Wie kann ich mitmachen?
Melde Dich einfach per DM auf Twitter oder per Mail unter schwaka-bei-gmail.com bei mir und schreibe, wann Du in etwas da sein kannst und ob Du einen besonderen Verpflegungswunsch hast. Du bekommst dann von mir die genaue Adresse und alle weiteren Infos.

Wir würden uns riesig freuen, wenn Du mithilfst. Wenn Du es nicht schaffst, weil Du zu weit weg wohnst, schon etwas vor hast oder sonst irgendwie verhindert bist, dann teil doch bitte diesen Blogpost oder den von Kitty Koma. Unsere ewige Dankbarkeit ist Dir gewiss. Danke!

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Fingerübung #8 – Kaufrausch

Ich habe endlich die Tastenkombinaton für das Hash-Zeichen auf der auf deutsch eingestellten, englischen Bluetooth-Tastatur für das iPad gefunden. Große Freude.

Knirpsi und ich sind heute in die große Stadt gefahren. Shopping-Tour im Kaufhaus. Nennt man das heute noch so? Also Kaufhaus, meine ich. Dank von der Schwiegermutter gestifteten Mitarbeiterkarte gibt es reichlich Prozente und ich kaufe ein, was benötigt wird und auch einiges, was eigentlich nicht. Parfum und Kosmetik für meine Mutter und mich. Hemden für den Tiger. Einen Pulli, eine Kapuzenjacke und eine Kuscheldecke für mich. Bei dem Wetter gut zu gebrauchen. Zwei Kapuzenjacken für Knirpsi, dazu noch eine Spieluhr aus Blech, ein Dreh-Puzzle mit Tierbildern, das Geräusche macht, wenn man es richtig zusammengepuzzelt hat und Musikeier zum Schütteln. Pralinen, Waffeln und Tee. Notizbücher, Post- und Glückwunschkarten. Danach geht es im Supermarkt weiter und wir sind erst gegen sechs wieder daheim. Ein ganzer Tag in Einkaufstempeln verbracht. Immerhin hatten wir Spaß und es ist nichts in den Taschen gelandet, das wirklich unnütz ist.

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Fingerübung #7 – Batterie alle

Nachdem er gestern aufgrund selbstverschuldeter und zusätzlicher widriger Umstände viel zu spät zu Hause war, hat sich der Tiger heute besonders viel Mühe gegeben, mir die nötige Luft zu verschaffen, die ich zum Arbeiten brauchte. Das hat die letzten Tage weniger gut, heute aber schon wieder etwas besser geklappt. Immerhin konnte ich heute vormittag telefonieren, eine Zeit lang zwar mit Baby auf dem Arm bzw. dem Bauch, aber das hindert mich ja nicht daran, mich meinem Gesprächspartner zu widmen. Heute Abend musste ich dann aber gemeinsam mit einem Kollegen dringend etwas wegdokumentieren und so hatten Knirpsi und der Tiger Spaß, während ich am Wintergartentisch saß und mal mehr, mal weniger leise fluchte und die Dokumentationssoftware sowie ihre Entwickler mit allerlei Schimpfworten bedachte. Manchmal ist einfach der Wurm drin. Nach 2 1/2 Stunden war dann aber endlich als da, wo es hinsollte und ich konnte das Kapitel abschließen. Der Tiger hatte Knirpsi zwischenzeitlich mit Abendessen versorgt und so konnten wir nach einem kurzen Ausflug ins Bett noch in Ruhe das Sandmännchen schauen, bevor es Zeit für das Bett war. Zumindest für einen von uns. Wir Erwachsenen schlugen uns noch unvernünftigerweise den Bauch mit „holländischem“ Dönerteller voll und schauten dabei eine britische Reality-TV-Sendung zum Thema S.A.S. Ähnlich ausgepowert wie die dortigen Kandidaten fühle ich mich nach dieser Woche auch. Die Batterie ist alle und muss jetzt erstmal wieder aufgeladen werden.

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Fingerübung #6 – Käsehirn

Nummer 6, nicht Nummer 5! Nummer 3 war da nämlich zweimal. Diese winzige Episode ist beispielhaft für den zähen Brei, der statt Hirn in meinem Kopf herumschwappt. Eine Mischung aus minimal aber ständig zu wenig Schlaf, einem Baby, dessen Bedürfnisse nunmal vorgehen und einer Luft, die auch gut nach Kuala Lumpur passen könnte. Da war es ähnlich drückend, allerdings hatte man noch mehr das Gefühl, das die Feuchtigkeit direkt auf der Haut kondensiert.

Manchmal vermisse ich es ja, das Reisen. Meistens wenn ich in TimeHop sehe, wo ich vor 2 oder 3 Jahren war. Kuala Lumpur, China, Usa, Mexiko, Argentinien, Portugal, München. Schön war es. Und dann quakt neben mir die kleine Knirpsi-Kröte, wirft an mich ran und versucht, an mir hochzuklettern. Und schon habe ich vergessen, dass ich mal ein derartiges Leben geführt habe. Und was ich gleich zum Abendessen machen wollte. Faszinierend, diese Natur.

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Fingerübung #4 – Gar nichts geschafft

Heute ist einer dieser Tage, die sich so anfühlen, als hätte man nichts getan und nur bräsig in der Gegend rumgestanden. Bei genauerer Betrachtung stellt sich das natürlich als Unsinn heraus und das sollte man sich auch immer wieder und mit Nachdruck selbst klarmachen.

Ich habe heute:

  • Knirpsi mit 4 Mahlzeiten versorgt, den Tiger immerhin mit einer und mich selbst mit dreien
  • etwa eine Stunde für Knirpsi gesungen, vorgelesen oder einfach nur ruhig neben ihm gesessen, damit er (ein-)schlafen konnte
  • das Chaos auf dem Flur etwa dezimiert und 8 Aufgabenzettelchen für die nächsten Tag am FLuspiegel platziert
  • eine Stunde gearbeitet, d. h. Mails geschrieben und beantwortet und einige Themen telefonisch geklärt, einen Prozessschritt dokumentiert und einen Use Case für die zukünftige Toolunterstützung erstellt
  • mit Knirpsi gespielt; stillgehalten, wenn er mich als Klettergerüst brauchte; aufgepasst, dass er bei seinen Stehversuchen nicht umfällt bzw. sich nicht wehtut
  • an die 20 Mal Wasser gereicht
  • drei Mal Schnodder aus dem Babygesicht gewischt
  • eine halbe Stunde stillgesessen, damit Knirpsi in Ruhe auf mir schlafen konnte
  • gemeinsam mit dem Tiger etwas Unkraut aus dem Garten entfernt
  • die Essensplanung für die nächsten Tage gemacht
  • drei Mal die Küche aufgeräumt
  • Küche und Wintergarten gefegt
  • drei Mal Windeln gewechselt
  • die Babykrallen gestutzt
  • ein Kilo Erdbeeren geputzt

Doch gar keine schlechte Ausbeute.

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Fingerübung #3 – Kochen mit Baby

Würde man mich fragen, welches Küchengerät eine junge Familie mit Baby benötigt, nein, JEDE Familie mit Baby benötigt, die Antwort wäre einfach: ein Slow Cooker. Also gleich nach den üblichen, von denen ich erwarte, dass sie in jedem Haushalt stehen. Waschmaschine, Kühlschrank und Co. Vielleicht sogar ein Trockner und unbedingt eine Spülmaschine. Letztere hat viel mit dem Slow Cooker gemein, jedenfalls in dem, was ihn so wichtig und hilfreich macht: er erledigt die Arbeit – die man definitiv auch ohne ihn oder halt die Spülmaschine erledigen könnte – quasi von allein. In seinem Fall eben das Kochen. Mit Baby ist das ja so eine Sache. Man möchte einerseits gern und unbedingt etwas Gutes essen. Warm wenn möglich. Selbst gekocht sogar. Bloß fehlt dazu die (zusammenhängende Zeit), denn man hat ja jetzt dieses kleine Wesen, das alle Aufmerksamkeit beansprucht und davon sehr viel. Da brennt das Essen gern an oder etwas kocht über oder zerkocht. Nicht sehr schön. Also her mit dem Wundergerät, in das man Dinge reinwirft und etwas Leckeres kommt heraus. Billiger als ein Thermomix, dafür muss man die Zutaten selbst zerschnippeln. Das geht aber nun wirklich nebenbei oder in den Schlafphasen und auch im Voraus. Dann friert man sie ein und muss nur noch Portionen entnehmen. Oder man kauft direkt einen 8-Liter-Topf, so wie wir und bereitet genug Schmorgerichte für das halbe Dorf zu und friert diese dann ein. Überhaupt, Schmorgerichte sind der Babyeltern beste Freunde. Am Anfang haben wir so viel Braten und Grillhühner gegessen wie lange nicht. Ofen auf, Zeug im Bräter rein, 2-3 Stunden schmoren lassen, fertig. Danach den Ofen aus und wenn Knirpsi gerade kuschelbedürftig ist, einfach noch ein wenig garziehen lassen. Fleisch, Gemüse, Kartoffeln, alles zusammen. Perfekt.

Aber zurück zum Slow Cooker. Auch der funktioniert ähnlich unkompliziert. Zutaten schnippeln, rein, Deckel drauf, anstellen, über Nacht oder den Tag über köcheln lassen, fertig. Wenn es mal länger dauert? Kein Problem. Soll ja ohnehin meist zerfallen.

Gerade schmort eine Nudelsauce gemütlich im Topf vor sich hin. Freestyle zusammengewürfelt aus dem Kilo Hack, das gestern eigentlich für Buletten gekauft wurde, dem Kilo Möhren, das Anstalten machte, die Koffer zu packen und auszuziehen, 3 Stangen Sellerie, die in keinem besseren Zustand waren, 2 Zwiebeln, 2 Zehen geräuchertem Knoblauch, 5 zusammengewürfelten Dosen Tomate unterschiedlichster Art, Rosmarin, getrockneten italienischen Kräutern, einen Schuss Wein zum Ablöschen und einer Prise Salz. Jetzt gehen wir ins Bett und morgen früh wird die fertige Sauce portioniert. Einen Teil gibt es zum Abendessen, der Rest wandert in den Tiefkühler. Hack und Gemüse mit wenig Aufwand verarbeitet, Essensversorgung für mindestens 3 Mahlzeiten gesichert. Nein, meinen Slow Cooker gebe ich nicht mehr her.

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Fingerübung #3 – Glücksmomente

Heutige Glücksmomente:

  • Dem Tiger zusehen, wie er den Laufstall aufräumt. Er sagt, dass sei seine Aufgabe.
  • Mit dem schlafenden Knirpsi auf dem Bauch noch ein wenig fernsehen und ihn dann ins Bett tragen, wo er endlich ruhig schläft.
  • Mittagsschlaf.
  • Morgens nochmal etwas dösen, während sich ein warmes Baby an mich kuschelt.
  • Erdbeeren.
  • Das neue T-Shirt, das mir der Tiger bestellt hat.
  • Der glücklich glucksende Knirpsi, der zum ersten Mal im Kindersitz des Einkaufswagens sitzen darf.

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Fingerübung #2

Gestern bekam Knirpsi seinen ersten richtigen Autositz. Bis jetzt reichte die Babyschale, aber aus der wächst der kleine Wicht so langsam heraus. Mal abgesehen davon, dass das Größenproblem für die nächsten 3 Jahre gelöst ist, scheint Knirpsi den neuen Sitz auch lieber zu mögen. Kein Wunder, sitzt er doch endlich aufrecht und kann so viel mehr sehen.

Die Babyschalen und das dazugehörige Gestell kommen für’s Erste auf den Dachboden. Dort gesellen sie sich zu anderen Dingen, die nur wenige Monate genutzt wurden. Dem Stubenwagen zum Beispiel. Und dem Wannenaufsatz für den Kinderwagen. Dem Mobile, das über dem Bett hing und demnächst wohl auch dem Babytrapez. Immerhin das Babybay wird weiterverwendet. Vorerst steht es im Flur und dient dort als Ablage. Später kann Knirpsi es als Sitzbank benutzen. Der Rest wartet vorerst auf den nächsten Einsatz in diesem Haus. Mal schauen, wann das so weit ist.

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