Draußen

Die Sonne scheint endlich lange und oft genug, um im Garten auch etwas zu schaffen. Das Beet vor dem Wintergarten nimmt Form an. Unter den Nistkasten habe ich Duft- und Schnittblumen gesäht. Der Kasten selbst ist auch mittlerweile bezogen. Ein Spatzenpärchen nistet sich seit ein paar Tagen dort ein. Das neu aufgestellte Futterhäuschen haben sie noch nicht entdeckt. Dafür hat irgendwer anders sich die Sonenblumenkerne aus der Futtermischung gepickt.

Neben den Radischen hat sich heute auch das erste zarte Spinatgrün gezeigt. Der Rest lässt es noch langsam angehen.
Eigentlich wollte ich heute noch weitere Beete anlegen und bestücken. Aus „nur mal eben ein bisschen was von dem Giersch“ wegmachen, wurden dann aber doch ein paar Stündchen und eine halbe Biotonne voll Wurzelkram. Leider nur ein kleiner Teil des Gestrüpps, aber der Rest muss sowieso weichen, wenn die Terasse gemacht wird. Bis dahin ist Eindämmung angesagt, damit der Rest des Gartens nicht auch noch von dem Kraut eingenommen wird. Immerhin habe ich in dem Zuge gleich eine weitere Plastikkomposttonne beiseitigt und ein Beet für Mairüben erobert. Mal sehen, was die nächste Woche bringt.

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12 von 12 – April

An ausschlafen war heute nur bedingt zu denken. Wir hatten gestern spontan Bekannte zum mittäglichen Grillen eingeladen und wollten noch ein bisschen Ordnung schaffen.
Nach einem kurzen Frühstück mit neuer Küchendecke, ging es also los.

12 von 12 April

Wohnzimmer, Wintergarten und Küche mussten aufgeklart werden, die Bäder im Erdgeschoss durchgewischt werden. Das war schneller erledigt als erwartet und so blieb nach dem Verfeinern des gekauften Kartoffelsalates noch Zeit, kurz die Beine hochzulegen.

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Neben dem Essen blieb auch Zeit, über die weiteren Ausbaupläne und Gartengestaltung zu plaudern. Gestern hatte ich das Erdbeerbeet mit Steinen umrandet und mit Rindenmulch befüllt. Jetzt fehlt nur noch ausreichend Sonne.

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Nachdem die Gäste wieder weg waren, gingen wir wieder in den Faulenzmodus über. Schnell noch eine großzügig dimensionierte Tasse Tee gemacht und mitsamt Kindle ab auf die Couch. Immer im Blick: Die Vogelvilla, die auf neue Mieter wartet. Zwei Besucherpaare haben heute schon besichtigt; ein Meisen- und ein Spatzenpärchen.

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Die Spatzen fühlen sich im Garten offensichtlich wohl. Es sind genug Stellen für ausgiebige Sandbäder frei und für Leckerbissen gegen den Hunger ist gesorgt. Die Biester machen auch vor den frisch gepflanzten Blumen nicht halt. Die einen knappsen sich an der Schafgarbe Zweiglein ab, die anderen zupfen die Blüten der bisher noch nicht bestimmten Blume mit den weißen Blüten herunter.

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Vielleicht kann ich ihnen ja beibringen, die Wäsche zu falten? Davon stapelt sich in der Waschküche mehr als genug.

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Zum Waschen von 3 Maschinen hat es noch gereicht, danach war Feierabend. Im Kühlschrank stand noch ein Fläschchen Fentimans. Auf der Suche nach einer Flasche Gin dazu, stieg ich erst in die provisorische Bar im ersten Stock, dann runter in den Keller. In der Wein- und Spiritousenabteilung war zwar Gin, aber nicht der, den ich suchte. Der stand noch im Nebenraum. Auch hier muss mal aufgeräumt werden.

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Eigentlich wollte ich Brooklyn Gin nehmen, hatte aber Bedenken, dass er im kräftigen Fentimans untergeht. So wurde es dann Bombay Sapphire, zu dem sich auch noch Wacholderbeeren, etwas Zitrone und ein Zweiglich Rosmarin gesellten. Nicht die schlechteste Kombination.

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Das war es dann aber auch für heute. Das neue Bett im frisch teilrenovierten Schlafzimmer wartet.

12 von 12 April

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Frohe Ostern

Rooftop garden

Die Feiertage liefern noch ein bisschen mehr Zeit für Erholung. So langsam fühle ich mich auch wieder fit und wie ich selbst. Ich huste noch etwas rum, aber das ist harmlos gegen das, was da in den letztem Wochen rauskam. Die Sonne tut ihr übriges und gibt alles, um Pelz und Seele zu streicheln. Bis der Garten so aussieht wie des Blumenmeer dort oben, dauert es aber wohl noch. Es kann weitergehen, Leben. Nach einem letzen faulen Ostermontag drücke ich übermorgen wieder auf Play.

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Wegen Krankheit geschlossen

Tee trinken, rumhusten und zurück auf die Insel träumen. Für mehr reicht es grad nicht.

Aussicht

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Der Minneola-Kuchen, der eigentlich ein Apfelsinenkuchen werden wollte

„Kann man den eigentlich auch mit Orangen machen?“, fragte der Tiger letzte Woche, als ich den Zitronenkuchen auftischte. Klar, kann man. Lieber aber wollte ich das Rezept für den Feinen Apfelsinenkuchen testen, das sich auf der gegenüberliegenden Backbuchseite befand. Die Bio-Variante der beliebten Zitrusfrucht war leider aus, deshalb packten wir in der irrigen Annahme, dass Minneolas eine Art Kreuzung aus Apfelsine und Mandarine seien, kurzerhand zwei dieser Früchte ein. Mandarine ist tatsächlich eingekreuzt, statt Apfelsine aber eine Grapefruit, was der Frucht ein bitter-saure Note verleiht. Egal – es wird verbacken, was im Haus ist. Statt dem Saft einer Apfelsine und einer Zitrone kam einfach der Saft von zwei Minneolas in den Kuchen, für den man folgendes braucht:

  • 185g Butter
  • 185g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker oder 1 TL Vanilleextrakt
  • 3 Eier
  • 185g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 125 Zucker
  • Saft und Schale von 1/2 Zitrone
  • Saft und Schale von 1 Apfelsine

Butter und Zucker inklusive Vanillezucker schaumig rühren, danach die Eier hinzugeben. Bei Vanilleextraktverwendung gebe ich erst die Eier dazu und dann den Extrakt. Hat sich der Zucker gelöst, Mehl und Backpulver unterrühren. Der Teig sollte glatt sein und schwerreißend vom Löffel fallen.

Den Teig in eine gefettete Springform geben, verstreichen. Im vorgeheizten Ofen bei 190 Grad Ober- und Unterhitze solange Backen, bis er goldgelb ist. Das dauert 30 – 40 Minuten. In der Zwischenzeit die Schale der Zitrusfrüchte abreiben und die Früchte auspressen. Saft, Abrieb und Zucker miteinander vermischen. Über den Kuchen geben. Nochmal 10 Minuten backen.

Minneola-Kuchen

Der Kuchen ist luftig-locker und leicht. In der Minneola-Variante ist hat er eine herbe Unternote, ist insgesamt aber trotzdem angenehm süß-apfelsinig. Die leicht karamellisierten Abriebstückchen sind kleine Zitrusbomben, davon darf ruhig mehr drauf. Der Tiger vermisst Guss und auch der Tigeronkel fand den Kuchen nackig. Nächstes Mal kommt etwas weniger Zucker in den Teig und stattdessen noch eine Puderzuckerhaube drüber.

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Saftiger Zitronenkuchen

Als ich auszog, bekamen meine Eltern einen Auftrag: Sie sollten auf Flohmärkten nach dem Backbuchklassiker Ausschau halten, der mich schon seit Kindertagen begleitete. Das Backbuch aus dem Verlag für die Frau gibt heute zwar auch wieder((Amazon-Affiliate-Link)), aber ich bin doch an die Handhabung der originalen Ausgabe gewöhnt. Ich besitze die 7. Ausgabe von 1983, ähnliche lassen sich gebraucht auch online finden((Amazon-Affiliate-Link)).

Den Zitronenkuchen hatte ich bisher noch nicht gebacken. Es wurde also Zeit.

Man braucht:

  • 250g Butter oder Margarine
  • 250g Zucker
  • 5 Eier
  • 3 Esslöffel Rum
  • 125g Mehl
  • 125g Stärkemehl (kann durch normales Mehl ersetzt werden)
  • 1/8 L Zitronensaft (ca. 3 Zitronen)
  • 120g Puderzucker

Die Zubereitung ist simpel. Entgegen westdeutscher Empfehlungen, rät das Buch allerdings dazu, die Zutaten kalt zu verarbeiten. Bis auf die Butter mache ich das auch meist so.
Also los:
Butter und Zucker werden schaumig gerührt, danach kommen die Eier dazu. Ich mache mir nicht die Mühe, sie einzeln dazuzugeben und zu verrühren, sondern gebe alle 5 auf einmal dazu. Hat sich der Zucker gelöst und sieht alles gut schaumig aus, kommt erst der Rum dazu, danach die Mehle.

Ergebnis ist ein geschmeidiger, zähflüssiger Teig. Der kommt in eine gebutterte Napfkuchenform (Gugelhupf). Ich wollte lieber zwei kleine Kuchen und habe daher eine kleine Napf- und eine kleine Kastenform genommen. In beide kam jeweils die Hälfte des Teiges.

Den Kuchen bei 190 Grad Ober- und Unterhitze 45 – 60 Minuten backen, dann in der Form etwas auskühlen lassen. Ein Zitronenkuchen ist das jetzt noch nicht, aber das ändern wir gleich. Mit einer Stricknadel (ich habe eine Pralinengabel genommen) dicht nebeneinander einstechen. 100g Puderzucker in dem Zitronensaft lösen und über den Kuchen geben. Vollständig auskühlen lassen, vorsichtig lösen und stürzen, mit dem restlichen Puderzucker bestäuben.

ZitronenkuchenZitronenkuchen

Durch das Tränken mit dem Zitronensaft, kommt das Aroma nicht sonderlich fein und subtil um die Ecke, sondern mit großem Getöse. Der Tiger freute sich besonders über die „kleinen Zitronennester“, die sich an einigen Stellen gebildet hatten. Wem das zuviel ist, der kann Zitronenzeste und einen Teil des Saftes in den Teig geben. Den Rest mit Puderzucker zu einer Glasur verarbeiten und fertig ist die angepasstere Version.

Zitronenkuchen nach "DDR-Rezept"

  1. Das Buch spricht von mäßiger Mittelhitze. []

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Ich geh auf Glas

Überall im Garten liegen Glasscherben. Keiner weiß, wie sie dahin gekommen sind. Vielleicht sollten sie als Wühlmausabschreckung dienen. Vielleicht haben sich die Nachbarn auch nur der Scherben entledigt, die man auf ihren Rasen gekippt hatte. Oder sie kamen mit dem Mutterboden. Jetzt sind sie jedenfalls da und müssen in mühsamer Kleinarbeit aus dem Boden geklaubt werden. Heute war es eine Hand voll. Wenn die Sonne so wie heute strahlt, geht es recht einfach von der Hand. Der Boden wird gelockert, das Unkraut herausgeruft und abgeharkt. Größere Scherben werden dabei direkt eingesammelt. Nach dem Harken geht es dann an die Feinarbeit. So ging dann heute auch der Nachmittag drauf, der eigentlich für die weitere Renovierung im Gästezimmer eingeplant war. Immerhin hatten wir gestern Tapeten und Kleister dafür besorgt. Aber wer will bei so schönem Wetter schon drinnen arbeiten? Gegen die Pollen kam die bewährte Eucerin-Creme zum Einsatz und schon ging es raus.

Erst einmal musste der Garten nach übriggebliebenen Maulwurfspflanzen. Die Vorbesitzerin hatte diese für ihre Schwester gezogen und sie hatten sich im ganzen Garten verbreitet. Im Herbst flog der gröpßte Schwung bereits raus, jetzt finden sich immer noch mal wieder Nachzügler. Da es sich um ein Wolfsmilchgewächs handelt, das sich nicht nur rasend schnell vermehrt, sondern auch giftig ist, kontrollieren wir regelmäßig. Vereinzelte Ausreißer wurden auf Nachbargrundstücken gesichtet, deren Zeit kommt aber auch nicht.

Danach bekam das Nachbarspony erstmal eine Möhre. Das verfressene Vieh wollte mir einfach nicht von der Pelle rücken, und patroullierte mit mir am Zaun auf und ab. Immerhin traut es sich dort mittlerweile ran.

Weiter ging es mit dem Gewächshaus. Unkraut raus, neue Erde vom Kompost rein und dann erstmal umgraben und wässern. Zum Glück wehte ein laues Lüftchen, uns wurde nämlich ganz schön warm. Noch wärmer wurde es dem Tiger dann, als er den „Leuchtturm“, eine 1m hohe Lampe mit rotem Sockel aus unserer Einfahrt entfernen wollte. Bis zum Fundament hatte er sich bereits vorgegraben als dem Nachbar die zündende Idee kam. Der Betonsockel wurde zertrümmert, das Fundament blieb drin und schlummert jetzt unter 50cm Erde. Währenddessen säuberte ich ein Blumenbeet.

Zum Schluss kam noch die Girlande vom Geländer ab und dann wärmten wir uns in der Badewanne auf. Wenn die Sonne weg ist, ist es nämlich ziemlich kalt.

Ins Gewächshaus und die umliegenden Beete sollen in den nächsten Wochen dann Pflanzen einziehen.
Gestern vorbereitet:

  • Riesenkürbis – Curublia Maxima
  • Gemüsepaprika in bunter Mischung
  • Tomate „Minigold“ – Lycopersicon esculentum
  • Andenbeere – Physalis edulis / peruviana
  • Pfefferminze
  • Salbei – Salvia Officinalis
  • Petersilie Afrodite – Petrosilinum crispum
  • Tomate Supersweet 100
  • Monatserdbeere Sperling’s Bowlenzauber (als Bodendecker für den Pflaumenbaum)
  • Kretaoregano – Origanum vulgare
  • Zucchini Eight Ball
  • Lavendel – Lavandula angustifolia
  • Tomate Goldene Königin – lycopersicon lycopersicum

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Fit mit Haus

Wer ein Haus kauft, kann die Mitgliedschaft im Fitnessstudio ohne schlechtes Gewissen kündigen. Beim Umbau verbrennt man genug Kalorien und trainiert alle Muskelgruppen. Tapetenkratzen beispielsweise. Neben der Armmuskulatur – besonders der selten beachteten Unterarmmuskulatur – gibt es hier ein Ganzkörperprogramm inklusive Bein-und-Po-Training, Rückenstreckung und -stärkung. Beim Einsprühen der Bahnen trainiert man dazu noch Nacken- und Schulterpartie.

Auch hervorragend als Trainingsersatz eignet sich die Gartenarbeit. Bäumestutzen für die Arme, Umgraben für Arme und Rücken, Gehwegplatten wegräumen als Ganzkörpertraining. Bei uns gab es noch ein paar Zusatzübungen durch einbetonierte Wäschestangen, die rausmussten.

Aktuelle Projekte:
Gästezimmer – Tapeten ab
Garten – Pflaumenbaum gestutzt, Birnenbaum abgesägt, Wäscheleinenkonstruktion entfernt, neue Plätze für Gewächshaus und Komposthaufen ausgesucht
Abstellraum 1: Kisten ausgeräumt

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Dass ich gelegentlich mal für das Techniktagebuch schreibe, hatte ich irgendwann schon mal erwähnt. Wenn nicht, hole ich es hiermit nach. Letzten Dienstag wurde das Projekt ein Jahr alt. Um das zu feiern, gibt es die Beiträge aus Jahr eins jetzt auch als ebook-Kompilation. Internetarchivierer, Komplettionisten, Tumblr-Verachter und alle, die das Techniktagebuch einfach immer und überall auf ihren mobilen Lesegeräten dabei haben wollen, können wahlweise kostenlos die Komplettversion in drei Technologievarianten (mobi, epub, pdf) herunterladen oder für einen geringen Obolus die Gruppen-kuratierte Best-Of-Version erwerben. Die Best-Of-Version ist bei sobooks zu bekommen (dort finden sich auch die Links zu den Vollversionen) oder bei Amazon. Dort kostet es einen Euro mehr, was man wahlweise als soziales Experiment, Kritik an bestehenden Buchhandelsstrukturen, Gewinnmaximierungsstrategie oder reine Willkür interpretieren kann.

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12 von 12 – Verklebt

Ich hatte mir vorgenommen, den Februar zum Tagebuchbloggen zu nutzen. Dann kam die Arbeit dazwischen. Dann eine On-Off-Erkältung. Und jetzt habe ich mir den Laptopbildschirm mit Cola hübsch marmoriert. Das ist einfach nicht mein Monat. Der heutige Tag fügt sich wirklich nahtlos ein.

Nach einem Morgen am Schreibtisch begab ich mich auf den Weg nach Hamburg und nahm mir fest vor, auf dem Rückweg beim schwedischen Möbelhaus anzuhalten, um endlich die fehlenden Schrankgriffe zu kaufen. Wurde natürlich nichts. Dafür bekam ich bei der späten Heimkehr etwas zu essen – nach zwei Milky Ways die erste feste Nahrung heute – und sogar ein kühles alkoholisches Getränk wartete auf mich. Trotzdem ist es gut, dass morgen endlich Freitag ist.

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Gute Nacht.

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