Es werde Licht

So langsam dürften wir die wichtigsten Lampen im Haus getauscht haben und können endlich etwas sehen. Wie man mit dem bisherigen Funzellicht leben konnte, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Stück für Stück ersetzen wir Teile von Haus und Innenaustattung und machen es damit zu unserem. In Schlaf-, Wohn- und Arbeitszimmer ist das gut geglückt. (Auch wenn das Schlafzimmer ob einer unglücklichen Verkettung von Umständen im Frühjahr nochmal eine Teilrenovierung bekommt. Und ein neues Bett.) Andere Zimmer sind noch sehr mit den Vorbesitzern verbunden. Das jetzt gerade für Gäste reservierte Zimmer, das in der Zukunft mal ein Esszimmer werden soll, ist weiterhin „das Schlafzimmer von R.“. In der Küche fühlt es sich ebenfalls nicht ganz heimisch an, was auch an der gewöhnungsbedürftigen Aufteilung liegt. Das wird noch eine Weile so bleiben müssen. Als nächstes wird erstmal das Gästezimmer ins Obergeschoss verlegt. Danach kommt das erwähnte Esszimmer dran. Und bis dahin begnügen wir uns mit kleineren Änderungen. Wie dem neuen Postkasten.

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Fließend Wasser

Mit so einem Haus gewinnt man ja viele Dinge dazu, die man vorher nicht hatte. Oder muss sich neue kaufen, die man vorher nicht brauchte. Eine flachabsaugende Pumpe zum Beispiel. So eine wohnt seit der Weihnachtswoche bei uns im Keller, wird gehegt und gepflegt. Seit der Zeit wohnen wir auch noch näher am Wasser. Wo? So ca. 500m links von dieser Stelle entfernt. Irgendwo im Hintergrund ist eine Brücke. Da endet das Gewässerchen normalerweise.

Ab immerhin hatten wir mehr Glück als andere Dorfbewohner. Die hatten nämlich nicht nur nasse Füße, sondern auch eine kaputte Heizung. Na frohe Weihnachten!

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12 von 12 – Januar 2015

Dieses Jahr versuche ich es auch mal mit 12 von 12. Jeden Monat am 12. werden über den Tag verteilt Fotos gemacht. 12 davon gibt es dann gesammelt als Dokumentation hier. Die gesammelten Beiträge sind bei Caro von Draußen nur Kännchen! zu finden.

Ich bin spät dran, was auch an der Zeitverschiebung liegt, deshalb geht’s jetzt los.

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Seit gestern bin ich für eine Woche in Massachusetts. Nach dem Aufstehen habe ich dann erstmal den Wetterbericht gesucht. Um die Jahreszeit kann es hier schon mal zu Schneestürmen kommen, die den ganzen Tagesablauf durcheinanderbringen. Sah aber gut aus. Nach einem schnellen Frühstück im Hotel – dabei sollte man nicht wählerisch sein – ging es dann ab zum Mandanten. Den Weg kannte ich vom letzten Jahr noch, deshalb war ich pünktlich da und konnte noch schnell ein Bild von der Weihnachtsdeko machen.

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Drinnen erwartete mich eine herzliche Begrüßung und eine kleine Überraschung. Hier die Rückseite meines neuen Kaffeebechers. Ich hatte vor der Reise schon überlegt, einen mitzunehmen. Für Besucher gibt es hier sonst nur Styropor-Becher und mein Umweltgewissen findet das eher mittelprächtig. Aber jetzt gehöre ich hier zum Team. ;)
Diese Woche lege ich offiziell wieder mit der Arbeit los – letzte Woche war nur etwas Warmlaufen – und habe gleich mal ein neues Notizbuch entweiht.

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Nach getaner Arbeit mochte ich nicht mehr viel unternehmen. Die lange Reise sitzt doch etwas in den Knochen. Abendessen wird im Hotel auch angeboten, das habe ich dankbar angenommen. Was auf dem Wochenplan nicht so richtig einladend aussah, war am Ende doch passabel. Käseravioli, wahlweise mit Tomaten- oder eine Käse-Sahne-Soße, und dazu Knoblauchbrot, das im ganzen Hotel zu riechen war. Als Nachtisch gab es eine Packung Oreos aus dem Hotelshop. Also 2 Kekse aus der Packung.

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Mit den Keksen ging es ab auch die Couch, noch ein bisschen lesen. Und weil die Wanne so einladend aussah, habe ich danach noch ein Bad genommen. Pünktlich um 21 Uhr lag ich im Bett und habe mich noch ein bisschen durch das amerikanische Netflix-Angebot geklickt. Ein typischer Hotelaufenthalt. Mehr bekommt man von den tollen internationalen Orten meistens nicht mit.

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Neues Jahr, neues Glück?

Mit den guten Vorsätzen ist das immer so eine Sache. Am Anfang ist man voller Elan und Tatendrang. Dann flaut es langsam ab. Und am Ende des Jahres fragt man sich, wo sie denn alle geblieben sind, die Vorsätze.
Nennt man den Kram Ziele wird es auch nicht zwangsläufig besser. Und nicht immer liegt das an einem selbst. Manchmal ist es auch einfach nur das Leben, das dazwischen kommt. So wurde aus der geplanten Reise in die USA dann ein Haus. Aus der zu schreibenden Arbeit wurde mehr Erwerbsarbeit. Was geblieben ist, sind die kleinen Dinge, die manchmal auch große Veränderungen mit sich bringen. Aus „mal eben zu so einer Internetkonferenz“ wurden neue Bekanntschaften, Erfahrungen und Ideen. Aus dem gesparten Geld wurde eine größere Investition. Je länger ich auf die Liste starre, desto weniger fühle ich mich wie der Mensch, der sie vor 2 Jahren erstellt hat. Vielleicht ist das der Sinn unserer jährlichen Vorsätze. Dass wir daran wachsen; sie selbst und uns überholen.

Von 101 Ziele habe ich noch 72 über. Einen Teil davon werde ich auch dieses Jahr nicht erfüllen. Ein anderer Teil wird sich wieder verselbständigen. Und der Rest? Wir werden sehen. Es gibt ja noch ein paar Neujahre, die mit guten Vorsätzen befüllt werden wollen.

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Jahresrückblick 2014

1. Zugenommen oder abgenommen?
Marginal weniger.

2. Haare länger oder kürzer?
Erst länger, dann kürzer. Jetzt dürfen sie wieder wachsen.

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Keine merkliche Veränderung.

4. Mehr Kohle oder weniger?
Mehr.

5. Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. So ein Haus ist ein Geldgrab.

6. Mehr bewegt oder weniger?
Im Schnitt nicht wesentlich mehr.

7. Der hirnrissigste Plan?
Man könnte ja mal nach einem Haus schauen.

8. Die gefährlichste bescheuertste Unternehmung?
Das riesige Haus wirklich zu kaufen.

9. Der beste Sex?
Immer wieder auf’s neue.

10. Die teuerste Anschaffung?
Auch wenn’s langsam langweilig wird: das Haus.

11. Das leckerste Essen?
Zwei Menüs im Kieler Kaufmann, diverse Sushi-Varianten im Ann, die Fischteller beim Griechen im nächsten Dorf.

12. Das beeindruckendste Buch?
The Sorrows of an American vielleicht. The Leftovers mochte ich allerdings auch sehr. Und von den deutschen Länger als sonst ist nicht für immer.

13. Der ergreifendste Film?
Auch 2014 war eher den Serien gewidmet. Wir haben endlich mal alle Staffeln Roseanne gesehen. Kann ich nur empfehlen.

14. Die beste CD? Der beste Download?
Nichts von Bedeutung.

15. Das schönste Konzert?
Keine Konzerte dieses Jahr.

16. Die meiste Zeit verbracht mit …?
Arbeit. Reiseplanung. Der Planung und Dingen für das Haus.

17. Die schönste Zeit verbracht mit …?
Dem Tiger. Und dem neuen Haus.

18. Vorherrschendes Gefühl 2014?
Das geht aber schnell.

19. 2014 zum ersten Mal getan?
Ein Haus gekauft. Einen langfristigen Kreditvertrag unterschrieben. Eine Wohnung gekündigt. Mexiko und Argentinien besucht.

20. 2014 nach langer Zeit wieder getan?
Da fällt mir kaum was ein. Zwischen den anderen aufregenden Dinge hätte das auch keine Zeit mehr gehabt.

21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Das Wasser im Keller. Das Rumgezicke des Nachmieters. Den Stress in den letzten Arbeitswochen. 2 Beerdigungen.

22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Klar können wir uns so ein Haus leisten.

23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Zeit und ein offenes Ohr.

24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Siehe oben.

25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Glückwunsch, Sie sind jetzt Hausbesitzer.“

26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Das müssten die Jemande beurteilen.

27. 2014 war mit einem Wort …?
Anstrengend.

Auf ein Neues.

Rückblick 2013.

Rückblick 2012 inklusive Nachtrag

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Tag 55 – Es werde Licht!

Der Vorbesitzer stand mit Beleuchtung etwas auf Kriegsfuß. Sowohl die Position der verbauten Lampen als auch die Watt-Zahl der Leuchtmittel lässt keinen anderen Schluß zu. In manchen Räumen lohnte es sich gar nicht, den Schalter zu betätigen. Zumal auch das Glücksspiel ist, denn mit nur einem Schalter gab man sich hier nicht zufrieden. Jeder Raum hat mindestens zwei neben der Haupttür. Einen für ein schummeriges Durchgangslicht, das gerade ausreicht, den Weg zur nächsten Tür zu finden, und einen für das kaum hellere Hauptlicht. Das führt zu so merkwürdigen Konstrukten wie dem dreiflammigen Kronleuchter, der separat schaltbare Birnen hat. Oder der Wintergartenausstattung, die aus 9 einzeln schaltbaren Lampen besteht. 8 davon werden nicht über einen Lichtschalter betätigt sondern direkt über den Sicherungskasten. Über die mit Zeitschaltuhr ausgestatteten Steckdosen breiten wir mal den Mantel des Schweigens.

Nur an einer Stelle wurde ausnahmsweise nicht gespart. Wie wir seit gestern wissen, befindet sich hinter dem Haus auch eine Lampe. Ein ordentlich heller Strahler. Gerichtet auf die Koppel des Intimfeindes, die damit bis fast in die letzte Ecke ausgeleuchtet wird. Sollte das Pony sich mal verlaufen, können wir ihm den Weg weisen.

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Tag 48

Trotz Aufrüstung durch unseren eigenen Kram fühlt sich alles noch nach Übergang an. Die Kisten werden weniger, aber es fehlen weiterhin Sachen, die irgendwo untergebuddelt sind. So langsam vergeht einem auch die Lust, das Zeug überall zusammenzusuchen und zwischen Werkzeug zu leben. Letzten Sonntag waren die Nachbarn da, das hat immerhin genug motiviert, Wohnzimmer und Wintergarten halbwegs vorzeigbar zu machen.

Achja, die Nachbarn. Man hat uns mehr als herzlich willkommen geheißen und bindet uns in alle möglichen Sachen ein. Samstagnachmittag verbringe ich in der Reithalle, wo Weihnachtsmarkt ist. Sonntag ist Verspielen angesagt, eine Art Bingo. Die Zahlen sind auf Pappkarten gedruckt, wenn sie aufgerufen werden, deckt man sie mit Münzen, Glasscherben oder anderen Dingen ab. Ist die Karte voll, wird laut Pott! gerufen. Gespielt wird meist um Fleisch- und Fresspakete.

Von den Nachbarn stammt auch die Girlande, die unsere Haus ziert. Gebunden aus Tannenzweigen, verziert mit (mittlerweile nicht mehr ganz so) buntem Kreppband. Und in der Mitte ein Symbolbild für unsere Haus mit Unterschriften auf der Rückseite. Selbst die Tür ist detailgetreu aufgemalt.

Die Nachbarn sind übrigens super.

Ein von @schwaka gepostetes Foto am

Es lässt sich also aushalten hier, in Südschweden – hinter der Zwergenwiese links – wo die Lokalnachrichten im Radio auf Dänisch erklingen und zu Silvester Rummelpott gelaufen wird.

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Tag 41

Wir gewöhnen uns erst aneinander, das Haus und wir beide. Die Geräusche sind noch ungewohnt, die Handgriffe gehen weniger leicht von der Hand. Wo waren nochmal die Tassen? Wo die Eierbecher?

Nachdem wir unsere Möbel aufgestellt haben, ist es schon vertrauter geworden, heimeliger. Das eigene Bett, die eigene Couch, das ist gerade viel wert. Jetzt muss nur alles wieder eingeräumt werden, dann kann endlich Ruhe einkehren. Sind ja nur noch 40 Kartons oder so.

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Tag 27

Wir wohnen schon zur Probe. Alles Wesentliche befindet sich hier, in der Wohnung stehen nur noch die Möbel. Es fühlt sich gleichzeitig provisorisch und doch richtig an. Mit allen Schränken und dem ganzen Rest wird es bestimmt noch toller.

Ein paar der Nachbarn haben wir ja auch schon kennengelernt. Also zumindest die direkten, die links und rechts von uns wohnen und jeweils die daneben. Wie es hier oben auf dem Land Brauch ist, haben uns alle zusammen (auch die, die wir noch nicht getroffen haben) eine Girlande gewidmet. Die hängt seit gestern an unserem Treppengeländer. Läuft.

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Tag 20

Ich bin gespannt, was sich alles im neuen Katzenheim getan hat während ich weg war. Als ich Sonntag aufbrach war das Schlafzimmer komplett und das Wohnzimmer zur Hälfte tapeziert. Mittlerweile sind Wohn- und Arbeitszimmer mit neuen Tapeten ausgestattet und die Heinzelmännchen sind zum Boden übergegangen. Bald können dann die Möbel kommen.

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