Ruhe jetzt

Ich schreibe bzw. korrigiere noch immer Berichte. Dass das Zeit kostet, hatte ich neulich schon ausgeführt. Nachdem gestern endlich der erste meiner aktuell 5 Berichte rausgegangen ist, habe ich mich heute Nummer 2 und 3 gewidmet. Das klingt einfach als es ist. Bericht 2 ist schon nicht ganz verkehrt, aber ich muss für jeden Bereich noch Beschreibungen ergänzen, die der Kollege zwar in der internen Dokumentation angedeutet, dann aber nicht weiter ausgeführt hat. Das dauert natürlich. Dazu kommt, dass der Bericht auf Englisch verfasst werden muss und wir beide keine Muttersprachler sind. Dass der Kollege sonst nur Polnisch spricht, ist keine Hilfe. Da sind einige Formulierungen krumm und müssen gerade gebogen werden.

Bericht 3 ist zwar auf Deutsch, birgt aber andere Herausforderungen. Der Mandant hat sich im Gespräch schlechter dargestellt als er tatsächlich ist. Das hat sich erst herauskristallisiert, als wir die Nachweisdokumente bekommen haben. Jetzt muss alles nochmal angepasst werden. Heute haben wir dazu nochmal mit unserem Ansprechpartner telefoniert und endlich die letzten Punkte geklärt. Alles halb so schlimm, das Ergebnis wird jetzt doch keine Katastrophe sein.

Das Telefonieren, ist aber auch ein Grund, warum ich nicht so recht vorankomme. Ich habe heute ca. 3 Stunden an der Strippe gehangen. Die fehlen mir jetzt, um Bericht 2 fertigzustellen. Verhindern kann ich das nicht, Telefonieren gehört nunmal zu meinem Job. Und häufig hilft es auch, einfach zum Hörer zu greifen. Wie heute in der Klärung zu Bericht 3 oder bei anderen Fragestellungen. Zukünftig muss das Telefon dann aber doch häufiger auf „Nicht stören“ gestellt werden. Man kommt ja sonst zu nichts.

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Overload

Der Jahresendspurt fängt dieses Jahr früh an und ich bin noch immer nicht so richtig fit. 10 bis 12 Stunden unterwegs zu sein, hat gestern nicht geholfen. Ich hoffe nur, ich habe den Kollegen, der mich bei einem Projekt unterstützt, nicht angesteckt mit meiner Husterei und Schnieferei. Immerhin hört sich der Husten schlimmer an als er ist. Und er wird besser.

Aber ein Ende ist in Sicht. Ein interner Prozess, der bisher gehakt hat, wurde heute endlich geklärt und prompt konnte ich einen von insgesamt fünf Berichten versenden. Bei den anderen müssen noch Anpassungen vorgenommen werden, aber dann habe ich endlich wieder Luft. Für die nächsten Berichte. Eventuell tritt das noch diese Woche ein. Dann kann ich mich nächste Woche darauf konzentrieren, den Rest des Prozesschaos etwas einzudämmen. Schritt für Schritt nähern wir uns dem Ziel.

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Mutti hat Ausgang

Wenn Mutti Ausgang hat, isst sie erst in Ruhe mit einem Kollegen spät zu Abend, drinkt dazu einen Gin&Tonic und klöppelt dann bis Mitternacht mit selbigem Kollegen Projektpläne. The good life.

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Sonntagsbräsigkeit

Ein fauler Sonntag, den Knirpsi und ich abwechselnd auf der Couch und von der Fußbodenheizung gewärmt im Babygefängnis verbrachten. Wir waren beide müde und kuschelig und nutzen das aus. Erst Abends wurde es geschäftiger. Ich buchte von meinen Bonusmeilen die Flüge für den geplanten New-York-Trip und nach kurzem Kontakt mit der Vermieterin ein AirBnB in Brooklyn. Morgen noch Knirpsi für den Flug nachmelden – er darf noch auf dem Schoß mitreisen – und dann kann es an die weitere Planung gehen.

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Halbe Kraft voraus

Die Schichtwochenende laufen noch nicht optimal. An Frühschichtwochenenden geht der Tiger morgens noch vor dem Aufstehen aus dem Haus und kommt erst Abends nach dem Abendessen zurück. An Spätschichtwochenenden ist es andersherum, er geht kurz vor dem Schlafengehen und kommt pünktlich zum Frühstück zurück. Das wäre kein Problem, würde ich die Tage nicht zu voll packen. Gerade bleibt unter der Woche noch viel liegen, aber an Schichtwochenende ist es unmöglich, das aufzuholen. Also etwas langsamer. Dann geht‘s und ist entspannt.

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Full speed

Knirpsi kann seit ein paar Wochen laufen und perfektioniert jetzt den Beschleunigungsmodus. Erstaunlich, wie viel Tempo so ein kleiner Mensch draufhat.

Auch bei mir ist Tempo angesagt. Die Tage sind ziemlich durchgetaktet und trotzdem bleibt immer wieder was liegen. Wir stehen gegen 7 auf. Da Knirpsi gern die zweite Nachhälfte bei uns verbringt, ist früher nicht drin. Frischmachen, uns zwei anziehen und spätestens um 8 Knirpsi in der KiTa abliefern. Auf dem Rückweg und während ich mir Tee und Frühstück mache und lüfte, führe ich die ersten Telefonate des Tages.

Bis 12 wird gearbeitet, dann geht‘s wieder los, telefonieren und Knirpsi abholen. Der ist dann so müde gespielt, dass er direkt ins Bett geht, was mit nochmal 1 bis 1,5 Stunden Arbeitszeit beschert. Wenn er wieder wach wird, räumen wir ein wenig auf (also ich) und gegen 15 Uhr gibt es einen Nachmittagssnack. Wir spielen und kuscheln bei Bedarf, manchmal telefoniere ich noch.

Wenn der Tiger zeitig von der Arbeit kommt, übergebe ich an ihn und verschwinde nochmal für eine Stunde nach oben in mein Arbeitszimmer. Um 18 Uhr Abendessen für Knirpsi, dann Wanne, Sandmann, Bett. Je nach Tagesform können wir dann auch gegen 19 oder 19.30 essen und plumpsen erschöpft auf die Couch. Nach etwas Erhohlung noch ein wenig Hausarbeit (Wäsche, Küche), dann gegen 22 Uhr ins Bett. Frühschichtwochen klappen also halbwegs gut. Manchmal gibt wa Variationen wie vor der Arbeit die Wäsche anstellen und nach der Arbeit aufhängen oder den Staubsaugerroboter losschicken. Aber im Großen und Ganzen ist es eingespielt. Mal schauen, wie wir das für die anderen hinbekommen.

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Hinter der Kulissen – Berichtskorrektur

Das mit der strukturierten arbeit klappt aktuell nur mäßig, weil einfach zu viel zu tun ist. Die Krankheitsepisode der letzten 2 Wochen hat da nicht geholfen. Erste Konsequenz ist das Absagen von Statusterminen und das Verteidigen offener Slots im Kalender. Irgendwann muss ich ja unteranderem die ganzen Berichte abarbeiten.

Drei Stück habe ich gerade noch vor mir. Den Aufwand, der dahinter steckt, unterschätzt man gern. Er liegt bei ca. 2 bis 4,5 Stunden je Bericht. Abhängig davon, wie gut er vorbereitet ist. Von ca. 60 Seiten muss ich etwa 50 intensiver lesen. Die sind nicht komplett mit Text beschrieben, sondern eher so zu 50%. Erfahrungsgemäß benötige ich im Schnitt 5 Minuten pro Seite. Das beinhaltet das Lesen und Ergänzen bzw. Korrigieren. Dazu kommt die Prüfung auf formale Aspekte. Wenn ich kommentiere, bin ich etwas schneller, muss mir den angepassten Bericht aber noch einmal anschauen. In Zeiten mit hoher Last und bei zeitkritischen Themen ist das schwierig, auch wenn es für meine Kollegen erkenntnisreicher ist. Ich fahre deshalb zweigleisig. Erklärungsbedürftuge Korrekturen nehme ich selbst vor, die einfacheren bespreche ich anhand von Beispielen und muss die Änderungen dann nur noch überfliegen. Nichtsdestotrotz liegen da gerade 12 Stunden Arbeit in meinem Postfach, die ich logischerweise diese Woche nicht mehr erledigt bekomme. Da kann ich noch so strukturiert rangehen.

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Dumme Ideen

Ich recherchiere gerade Unterkünfte in New York für 4 Erwachsene und ein Kleinkind (<2). Go figure.

Sollte jemand eine bezahlbare Unterkunft kennen (max. 250$ die Nacht, 2 Schlafzimmer), die im Zeitraum vom 24.03.2018 bis 06.04.2018 für 7-10 Nächte verfügbar ist, bin ich für Hinweise sehr dankbar.

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Wohlfühlzone

Viel Zeit über das Thema von gestern nachzudenken, blieb heute nicht, denn die Arbeit rief wieder. Auch wenn ich mit manchen Aspekten, die ein Job in der Beratungsbranche so mit sich bringt, hadere, zeigte sich in den letzten Tagen mal wieder, wie verdammt gut ich es getroffen habe. Nicht nur, dass ich das allerbeste Team und die allerbesten Kollegen der Welt habe, nein, ich habe auch noch die allerbesten Chefs. Während die einen dafür sorgten, dass alle Projekte möglichst nahtlos weiterliefen, räumte mein direkter Chef hinter mir auf und hielt mir den Rücken frei. So erwarteten mich heute keine brennenden Ruinen, sondern fröhlich pfeifende Kollegen, die mir strahlend ihre Feuerlöscher überreichten. So, so schön.

Man mag es kaum glauben, aber ein tolles Umfeld macht so einiges wett. Starke Arbeitsbelastung, schlechte Planbarkeit, viel Druck und hohe Anforderungen – alles egal, weil es einfach Spaß macht, mit diesen Menschen zu arbeiten, weil die eigenen Leistungen anerkannt werden und – vielleicht am Wichtigsten – man selbst wertgeschätzt wird.

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Woanders: Kitty Koma zu Hygge

Kitty Koma hat über Hygge, Safe Spaces und das Fremdsein in einer Welt, in der man überall Zuhause sein möchte geschrieben. Der Text begleitet mich schon den ganzen Tag, ich hatte ihn mit Spannung erwartet, denn ich schätze ihre reflektierte Art sehr. Struktur bekomme ich in meine eigenen Gedanken dazu noch nicht. Auch ich denke auf dem Thema rum, seit ich einen Artikel dazu in einem Magazin las. Eine Erkenntnis schlich sich heute aber wieder mal ein. Vielleicht muss ich mir den Schuh gar nicht anziehen. Vielleicht ist da gar nicht „meine“ Generation gemeint. In gewisser Weise sitze ich mit meinen Altergenossinnen ein weiteres Mal zwischen den Stühlen. Wir fühlen uns angesprochen, weil wir einige der Eigenschaften an uns wiedererkennen, sind aber aufgrund unseres Alters schon ein Stück weiter als die Generation, um die es tatsächlich geht oder führen einfach noch Fragmente der „alten Zeit“ mit. Hier: Ich fühle mich auch überhalb Zuhause, tue dies aber häufig auch aufgrund einer engen Bindung und Sicherheit durch Beziehungen oder dem, was ich dafür halte.

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