Feiertagsbeschäftigung

Ein verlängertes Wochenende und im Anschluß eine Woche Urlaub. Endlich Zeit, sich um das Chaos zu kümmern, das zwangsweise entsteht, wenn man unter der Woche in der Weltgeschichte rumstromert und der daheim gebliebene Mann nach dem Schichtdienst keine größeren Putz-Ambitionen zeigt. Dabei sind Frühjahrputz und generelles Enrümpeln schon lange überfällig. Grundreinigung. Danach wird ein neuer Putzplan auch den Tiger dazu verdonnern, einen einigermaßen akzeptablen Status aufrechtzuerhalten. Vorerst hat er noch Schonfrist, da er am Wochenende arbeitet. Bis dahin widme ich mich also den häuslichen Fristen. (Zwischen etlichen Folgen „Buffy the Vampire Slayer“.)

Erledigt:

  • Couchritzen entkrümelt und die Couch endlich mit dem Pflegemittel behandelt, das seit etwa 1 1/2 Jahren im Schrank auf seinen Einsatz wartet.
  • Vertrocknete Zweige vom Lavendel entfernt, die Balkonrosen zurückgeschnitten, die überlebenden drei Erdbeerpflanzen von vertrockneten Trieben befreit.
  • Balkon- und Zimmerpflanzen gedüngt.
  • Die Schrankwandfront geputzt und den Glastisch im Wohnzimmer gereinigt.
  • Die letzte Weihnachtsdeko weggeräumt. Wurde wirklich langsam Zeit.
  • Wäsche gewaschen. Weniger als erwartet. Der Tiger verfärbt zwar noch immer mehr als mir lieb ist – und fixiert zu gern Tomatensoßeflecken auf weißen T-Shirts – aber den größten Berg wäscht er immer mal wieder nebenbei weg. So konnte ich mich endlich mal den vier Kuscheldecken widmen, die unsere Kunstledercouch in ein flauschiges Rumlungerparadies verwandeln. Dank Karfreitag, Ferien und vorgezogenem Küstensommerwetter ist der Trockenraum im Keller derzeit leer und nimmt bereitwillig unsere Wäsche auf. Die hängt lieber drinnen als draußen. Letzteres würde sie derzeit leider zum Pollensammelplatz machen.
  • Gefühlte 5.000 Treuepunkte in eine Onlineformular eingetippt.

Entrümpelt:

  • 2 Tüten mit Süß- und Salzkram, zum Teil seit 2 Jahren abgelaufen. Das Zeug sammelt sich bei uns immer wieder an. Ein Teil kommt als Geschenk ins Haus, ein Teil von der Schwiegermutter, die als Süßigkeitenverkäuferin an der Quelle sitzt und immer mal wieder neue Dinge zum Probieren mitbringt.
  • Einen Stapel Belege, der sich auf den Flurablageflächen breitgemacht hatte.
  • Eine Packung Enthaarungscreme, die ich mal aus einer Grabbelkiste mitgenommen hatte.
  • Leere Miniduschgel- und Minishampoobehälter, die in irgendwelchen „kann man vielleicht mal gebrauchen“-Kisten auf ihren Einsatz warteten.
  • Eine Schaummaske, die mir dem Geruch nach wahrscheinlich die Haut weggeätzt hätte.
  • Ein Rest einer 2-Phasen-Peelinglösung, zu dem mir die erste Phase fehlt.

Die Wohnung sieht immernoch aus, als wären wir gerade eingezogen und hätten erstmal alle Kisten umgedreht und ausgekippt. Aber es wird besser. Langsam.

Schlüssel zum Erfolg

Markus Reiter: Wider den Exzellenz-Kult

Die meisten Jobs, die in Wirtschaft und Verwaltung ausgeschrieben werden, verlangen überhaupt nicht nach einem Genie. Die besten Voraussetzungen, um sie erfolgreich zu bewältigen, bestehen in Fleiß, Durchhaltevermögen und Gewissenhaftigkeit – und zusätzlich einem gerüttelt Maß an Frustrationstoleranz.