Der hängende Baum

Manche Übersetzungsfehler sind peinlich. Verständlich, aber trotzdem peinlich.
Dass in „Die Katze, die Shakespeare kannte“ die Bezeichnung „hanging tree“ mit „hängender Baum“ übersetzt wurde, ist so ein Fall. Als ich das Buch zum ersten Mal las, fiel es mir gar nicht auf. Erst in einem späteren Band kommt der knorrigen Eiche eine größere Bedeutung zu, als nämlich erklärt wird, dass dort (der Legende nach) jemand gehängt wurde. Die richtige Übersetzung wäre also „Galgenbaum“, ein Fauxpax, der mir erst jetzt, wo ich den Band in Ermangelung anderen Materials der Reihe erneut lese.
Bisher hat’s mir auch nichts ausgemacht, die deutschen Übersetzungen zu konsumieren. Das hat sich damit dann erledigt.

Vorsicht! Freilaufende Schnitzel machen Jagd auf … ja was denn eigentlich?

Aus einem Forum:

„schnitzel jagt aber nicht einfach nur so sondern mit sachen verstecken und rätsel lösen und das alles out door“

Spider-Man hat jetzt auch ein Blog

Es gibt jetzt also ein Blog zum dritten Spider-Man-Film. Früher nannte man sowas Newsseite. Aber das ist heute wohl nicht mehr hip genug.

Materielle Liebe

Ich fürchte, ich bin verliebt. Und zwar in dieses wunderbare Paar Schuhe, die mein Budget leider um einiges sprengen. Aber sie würden so gut zu meiner Garderobe passen. Allein der Gedanke, sie zu tragen, lässt mich wohlig erschauern und das passiert mir bei Schuhen nicht oft. Dafür umso öfter, wenn es sich um Exemplare aus der Gattung der hochpreisigen Fußkleider handelt. Dafür scheine ich einen Riecher zu haben. Zielstrebig steuere ich auf das Objekt der Begierde zu und zucke beim Anblick des Preisschildes unwillkürlich zusammen.
Es wird wirklich Zeit, das Studium zu beenden. Die Möglichkeit, dann ohne schlechtes Gewissen solche Schmuckstücke erstehen zu können, ist unheimlich motivierend. Auch wenn sie sich hinter „vorankommen“, „Weiterentwicklung“, „produktiv sein und dafür bezahlt werden“, „dazulernen und dafür bezahlt werden“ und anderen derartigen Gedanken einreihen muss.

Zurück aus der großen Stadt

Berlin ausgerechnet am Wochenende der Loveparade zu besuchen, hat Vor- wie Nachteile. Bestimmte S-Bahn-Linien sind gerade Samstag noch überfüllter und es sind generell noch mehr Spinner unterwegs als sonst, der Besuch im Zoo schließt die musikalische Untermalung durch wummernde Beats ein, man wird mit allerlei kleidungstechnischen Fehlgriffen konfrontiert und allgemein ist der Innenstadtbereich einfach nur voll. Besonders traumatisierend war die Begegnung mit zwei etwas beleibteren Damen, die im Regionalexpress Richtung Magdeburg je zwei Plätze beschlagnahmten und ob ihrer Sitzhaltung doch sehr an gestrandete Wale erinnerten. Schlimmer war jedoch, dass eine der beiden sich nicht nehmen ließ, einen Megamini zu tragen, was bei ihrer breitbeinigen Platzierung eher … unvorteilhaft war. Wenigstens saß ich ebenso wie sie in Fahrtrichtung. Stefan war weniger Glück beschieden.

Dafür fand ich die Geschäfte verhältnismäßig leer, was jedoch auch am herrlichen Sommerwetter gelegen haben kann. Besonders im KaDeWe fanden wir schnell einen kompetenten Verkäufer, der das erstandene auch gleich schön verpackte. Hochkonzentriert. Das Dior-Logo des Schleifenbandes genau mittig auf dem Geschenk ausgerichtet. Ein einzigartiges Schauspiel.

Das Beste jedoch: Nach einer Nacht in der aufgeheizten, lärmenden Großstadt freut man sich umso mehr, wieder zurück hier auf dem Land zu sein. Das Fenster kann nicht weit genug geöffnet sein, um den Geruch der Getreidefelder hineinzulassen. Mit ihm kommt nur das Zirpen der Grillen, das abendliche Gezwitscher der Vögel und aus weiter Ferne das Rauschen der Straße und letzteres auch nur, wenn der Wind ungünstig steht. Erholsam im Vergleich zum Lärm der Großstadt mit ihren lallenden, gröhlenden Heimkehrern, jaulenden Sirenen und dem Klappern der Fahrzeuge auf dem nächtlichen Pflaster.

Wir fahren nach Berlin

Die Wochenendausflüge nach Berlin waren mir schon immer die liebsten. Gleich neben Ausflügen nach Leipzig, Essen, München, Freiburg und dem Urlaub in Bad Gögging. Und nach einer Woche wirklich harter Arbeit – auch wenn wieder ein bisschen was liegen geblieben ist – hab ich mir das doch wirklich verdient. Also werden wir uns heute abend mit ein paar Freunden treffen, morgen Blackdog einen Besuch abstatten, Eis essen, bummeln gehen und versuchen, den Loveparade-Jüngern aus dem Weg zu gehen.

Hier geht’s nächsten Montag weiter. Dann auch wieder regelmä… Ups, das war’s ja noch nie. Aber es ist nie zu spät, damit anzufangen.

Bis dahin vergnügt euch doch bei Tracey Baileys Catena, da hat’s auch Katzen. Sogar welche mit Flügeln. Und da Tracey aus dem Urlaub zurück ist, gibt’s auch wieder neue Folgen. Immer montags.

Endspurt für PT 3

Es ist zwar schön, wenn man viel Material zur Auswahl hat, aber es ist doch trotzdem noch schwierig genug, eine Ausgabe zu füllen. Da das dritte Paper Theatre im September kommt, sollen die Geschichten thematisch zu Herbst und Halloween passen, aber auch genug Abwechslung bieten. Dann sind da noch die Serien, die natürlich fortgesetzt werden sollen. Und von den Seitenzahlen muss es auch passen, wir haben nunmal nur 200, davon sind etwa 170 – 180 reiner Comicteil, der Rest setzt sich aus Vorwort, Vorschau auf die nächste Ausgabe, Rezensionen, Leserbriefen, Messeberichten, Zeichenkurs, Interview und ein paar Anzeigen zusammen.

Die ersten Geschichten sind noch nicht so schwer, aber gegen Ende muss man schon ganz schön jonglieren. Was nimmt man noch rein, was passt (sowohl thematisch als auch seitentechnisch), wer muss noch nachbessern, welche Geschichten werden gleich für den vierten Band vorgemerkt? Da geht mehr Zeit für drauf als der Leser sich am Ende vorstellen kann.
Die gute Nachricht: Für Band 4 haben wir schon etwa 70 fertige Comicseiten, Fortsetzungen sind da noch nicht eingerechnet. Das nimmt ein wenig Druck weg.

Ein wenig bleibt noch zu tun für #3, danach geht’s gleich mit den Arbeiten für die #4 weiter.

Einen kleinen Vorgeschmack auf die Septemberausgabe gibt’s auf jeden Fall schon mal. Trench hat nämlich die Vorabversion des Covers schonmal online gestellt.

Sommer, Sonne, Ostsee… bääääh!

Eigentlich ist es ja ganz schön hier an der Ostsee. Gut, im Winter schneit’s kaum, im Frühjahr und Herbst weht ein Lüftchen, dass man denkt, es hebt gleich das Dach vom Haus, und im Sommer kann man vor Touristen kaum treten, aber die Vorteile eines eigenen Meerwasserbadestrandes, der innerhalb weniger Minuten (mit dem Auto) zu erreichen ist, sind nicht von der Hand zu weisen. Die Seeluft tut der Haut gut und auch den geschudenen Allergikerlungen, die bisher eher die trockene Luft der märkischen Savanne kannten.

Wenn’s dann so brütend heiß ist, wie dieser Tage, ist der Strand Freiluftzufluchtstätte. 25 Grad Lufttemperatur, eine angenehme Brise und 18 Grad Wassertemperatur. Gut, das kühle Nass dürfte wärmer sein, aber ich steh ja eh mehr auf Termalbäder mit angenehmen 28 Grad +.
Am Strand zu liegen, die Sonne auf der Haut zu spüren und dabei für die Diplomarbeit lesen, hat jedenfalls was. Vielleicht noch ein gelegentlicher Abstecher ins Wasser, aber bei den Einwohnern macht das nicht immer Spaß. Alles könnte nämlich so schön sein, wenn da nicht diese glibberigen Viecher mit den langen Tentakeln wären. Und auch wenn es hier in der Gegend fast nur harmlose Ohrenquallen geben soll, auch die sind mir schon zuviel. Bäh, pfui, geh weg. Nachdem der DLRG-Nachwuchs heute dann auch noch riesige Feuerquallen aus dem Wasser fischten – jedenfalls sahen sie wie welche aus – war der Badespaß vorbei. Da geh ich doch lieber duschen. Und schau morgen nach ob’s die Viecher weg sind. Genug Lesestoff habe ich ja noch.