Katzenleben – 14. – 18.03.2010

Mut zur Lücke. Arbeit, die neben essen und schlafen den größten Teil meiner Zeit in Anspruch nimmt, hat mich gefesselt. Passiert.

Zwischendurch waren der Tiger und ich auch wieder im Fitnessstudio. Diesmal unterhielt uns die Mützenfraktion. Sport bitte nur mit falschherum und nur locker aufgesetztem Basecap. Angehörige der Mützenfraktion sind in der Regel unter 20 und besonders cool – zumindest nach ihren Maßstäben. Man trägt beim Sport neuerdings übrigens Polohemden. Mit hochgestelltem Kragen.

Katzenleben – 13.03.2010

Letzter Tag beim Karstadt am Alten Markt. Abends um 18 Uhr schließen sich die Türen für immer und Kiel hat nur noch ein Karstadthaus (+ ein Karstadt). Wohl wissend, dass es dort kaum noch etwas gibt, für das wir Geld ausgeben würden, gehen wir trotzdem nochmal hin. Der Laden, mittlerweile nur noch aus einem geplünderten Erdgeschoss bestehend, ist gerappelt voll. Wir drehen eine Runde und gehen wieder. Manche Dinge sollte man sich nicht anschauen.

Katzenleben – 12.03.2010

Irgendwas sagt mir, dass der Mandant einen Großteil der heutigen Feststellungen im nächsten Jahr behoben haben wird. Liegt vielleicht daran, dass er fast mehr mitgeschrieben hat als ich.

Abends erwartet mich eine Nudelkreation ala Tiger, die er aus den restlichen Buletten, Tomaten, Knoblauch und ein paar Gewürzen aus unserem Vorrat gezaubert hat. Für mich hat er einen Roséwein gekauft, der nicht ganz mein Fall ist. Aber der Gedanke zählt und ich habe schon schlechtere Weine getrunken.

Katzenleben – 11.03.2010

Nach diversen Aufträgen in und um Hamburg verschlägt es mich dann doch mal wieder in den Osnabrücker Raum. Die Gelegenheit, sich den Zustand der A1 mal wieder in live anzusehen. Ganz so schlimm scheint’s dann doch nicht zu sein und der neue Belag fährt sich ganz gut.

Während der Pause in einem bekannten Schnellrestaurant am Rande der Autobahn fällt mir mal wieder auf, wie realitätsfern das „bio und selbst gekocht oder gar nicht“-Geseiere manchmal ist.

Im Lieblingshotel ist der Empfang wie immer herzlich. Meinen Koffer rücke ich trotzdem nicht raus. Werde mich nie daran gewöhnen, dass man mir den abnehmen und vor mir hertragen möchte. Zumal er diesmal wirklich nicht schwer ist, ist ja schließlich nur für eine Nacht.

Katzenleben – 10.03.2010

Über den Nachmittag verteilt konsumierte koffeinhaltige Getränke:

  • 1 kleine Tasse Kaffee
  • 1 kleine Flasche Cola (330ml)
  • 1 Espresso Macciato
  • 1 schwarzer Tee

Abends dann Herzrasen, Übelkeit, Schüttelfrost. Lassen wir also lieber.

Im Fitnessstudio nerven mich dann die aufgetakelten Hupfdohlen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich zu Schulzeiten mal einen Strafaufsatz schreiben musste, weil ich meine Mini-Ohrstecker nicht rausgenommen hatte. Anscheinend mussten die Fitnessstudiodamen das nie, denn bei dem, was hier bei einigen an Schmuck um Handgelenke und Hals drapiert ist, brauchen sie gar keine Gewichte mehr. Hängeohrringe, lange Silberketten, Golduhren, Steckfrisuren mit allem möglichen Baumelschmuck. Man zeigt, was man hat.

Katzenleben – 09.03.2010

Mangels immernoch fehlendem Interesse an Sushi habe ich erstmals Soba-Nudeln probiert. Hätte ich gewusst, dass die armen Würmchen in massig Sojasoße ertränkt werden, wäre meine Wahl wohl auf ein anderes Gericht gefallen. War dann insgesamt aber durchaus essbar, gegen Ende leider etwas zu sojasoßenlastig.

Abends gab’s als Ausgleich Buletten. Nachdem wir uns grandios in den Zutatenmengen verschätzt haben, werden uns die auch noch ein paar Tage verfolgen.

Zutaten:
gemischtes Hack
eingeweichtes Brötchen (muss nicht frisch sein)
Käse
Zwiebeln
Eier zum Binden
Salz, Pfeffer, Chili und Maggisoße (kann weggelassen oder durch Sojasoße ersetzt werden)

Vermanschen, zu Kugeln formen, flachdrücken, in Semmelbröseln walzen und in einer Pfanne mit etwas Fett braten.
Wer mag und auf die Reaktion seiner Mitmenschen pfeift, kann auch noch Knoblauch hinzufügen.

Katzenleben – 08.03.2010

Aufgestanden, zur Arbeit gefahren, gearbeitet, zurückgefahren, Abendbrot gegessen, Restabend auf der Couch verbracht. – So in etwas ließe sich mein Tag zusammenfassen. Ein ganz normaler Arbeitstag halt. In der Kurzfassung. Aber das ist wohl nicht Sinn dieser Geschichte hier, also ein paar Details

Nachdem ich Donnerstag das Kaufhofparkhaus ausprobiert habe, fiel die Wahl heute doch wieder auf das Parkhaus am Bahnhof (Hamburg). Danach bin ich jedes Mal irre stolz, dass ich dem Kittymobil keine Schrammen verpasst habe. Der SUV, der vor mir fuhr, hatte nicht so viel Glück.

Termine in Bahnhofsnähe sind aber auch anderweitig gefährlich. Viel zu nah an einem Sushiladen. Zum Glück habe ich mich letzte Woche so damit überfressen, dass ich heute gar keinen rohen Fisch mochte. Habe stattdessen den Gosch-Stand angesteuert und dort ein Krabbenbrötchen erworben. Und ein Räucherlachsbrötchen. Letzteres war sogar besser als mein üblicher Krabbenfavorit. Morgen wieder dort, vielleicht nutze ich diesmal ja das Mittagsangebot das Sushidealers.

Der Heimweg war dann von Vorfreude auf das angekommene M.A.C.-Paket getrieben. Inhalt: 6 Lidschattenpigmente und ein neuer Luxuspinsel. War eine gute Wahl. Außerdem wartete zuhause ja auch noch das Brot von gestern. Der Kanten war schon heute morgen zum Frühstück fällig und (von mir) für gut befunden worden. Jetzt war ich gespannt, was der Tiger sagen würde. Außerdem hatte selbiger Hackepeter besorgt. Vielleicht nicht das stoffwechselfreundlichste Abendessen aber lecker. Ein bisschen mehr Salz hätte das Brot vertragen können. Und mehr Biss. Vielleicht Vollkornhaferflocken oder etwas Weizenschrot.

Katzenleben – 07.03.2010

Verkehrte Welt. Gestern viel zu lange geschlafen, heute nach nur 6 Stunden aufgewacht und hellwach gewesen. Dabei hatte ich den Wecker extra etwas später gestellt. Hatte noch bis spät in die Nacht Elfen Lied geschaut, damit ich die DVDs morgen dem Kollegen zurückgeben kann, der sie mir geliehen hat.

Sonntagmittag sind ein paar ziemlich schräge Typen im Fitnessstudio. Statt der hormongesteuerten Muskelprotze und der Teenagermädchen, die das Studio mit einem Laufsteg verwechseln, trifft man dann eher die gesetzteren Herrschaften an. Heutige Highlights: Eine Muskelomi, die so aussah, als ob sie die Jungspunde, die etwas nervig waren, gleich ungespitzt in den Boden rammen würde, und eine Dame im besten Alter, die anscheinend Kraftraum und Golfplatz verwechselt hatte und alle Übungen mit einem über die Schultern geworfenen Pulli absolvierte.

Wochenende ist immer auch Koch- und Backzeit, kommt man sonst ja eher nicht dazu.
Nach dem Training gab es neuseeländisches Hirschsteak mit Vanille-Vichy-Möhrchen. (Möhrenrezept von hier)
Gegen Abend konnte ich dann auch endlich das Brot in den Ofen schieben, das seit gestern in Bearbeitung war. Ist gut geworden. Hefeteig liegt mir besser als Sauerteig.

Brot

Ich bin gespannt, wie’s schmecken wird und freue mich schon auf die 11 Folgerezepte.

Nebenbei heute auch mal wieder etwas länger im Comicforum gelesen. Weiß nur noch nicht, ob das so eine gute Idee war. Viel vermisst habe ich nicht.

Katzenleben – 06.03.2010

Bloß gut, dass die Wände in diesem Haus dünn genug sind, um die Klingel der nächsten Nachbarn hören zu können. (Und Klaviere, Babys, Handys und was noch so ungewöhnlichen Lärm macht.) Sonst wären wir heute wohl gar nicht mehr aufgestanden, denn zumindest mein Körper war der Meinung, dass 11 Stunden Schlaf nach einer abwechslungsreichen, langen Arbeitswoche ja wohl unterstes Minimum sind. Wir diskutieren das bei Gelegenheit nochmal aus.

Dank Schlafkrankheit blieben dann auch nur noch 5 Stunden bis der Tiger wieder zur Arbeit musste. Grund genug, einkaufen und Mittagessen / Frühstück miteinander zu kombinieren. Bei Citti funktioniert das ganz gut. Erst die Bäuche mit hausgemachter, frischer Pasta (mit Steakstreifen und Cocktailtomaten wirklich ein Gedicht) füllen und dann in Ruhe und vernünftig einkaufen. So landen weniger Süßigkeiten im Einkaufswagen. An den Knusperflocken von Zetti konnte ich dann aber doch nicht vorbei und der Tiger hat sich Nervennahrung für die Nachschicht mitgenommen.

Ansonsten landen in letzter Zeit erstaunlich viele gesunde Sachen in unseren Vorratslagern. Frisch, natürlich und lecker. Der Fertigpamps lockt kaum, was der Tiger auf den Frühling schiebt, der hoffentlich irgendwann mal einsetzt.

Frühlingsvorbereitungen treffen wir derzeit auch für den Balkon, der noch etwas kahl aussieht. Nächste Woche verlegt der Tiger die Holzfliesen, die schon eine Weile im Keller lagern und ein bisschen von dem Betongrau verdecken sollen. Wenn die Temperaturen dann wieder dauerhaft im Plusbereich liegen, kommen die ersten Pflanzen in die Blumenkästen und -kübel. 18 Tüten Samen warten darauf, zu duftenden Blüten und Kräutern oder süßen Früchten heranzuwachen. Ein wenig Gemüse, Blumen, ein bisschen Pflücksalat, Erdbeeren, Tomaten und Balkonkürbisse. Ich bin gespannt, wie sich meine Schützlinge entwickeln.