Surströming

Es gibt eine ziemlich einfache Methode, Nahrungsmittel, deren Genießbarkeit man nicht zu 100% ausschließen kann, einzuordnen. Man nehme die fragliche Speise, halte sie einer Katze hin und beobachte die Reaktion. Zieht das Fellmonster, wie soeben bei der Präsentation von gewässertem schwedischen Stinkefisch, die Nase kraus, bekommt einen panischen Blick und tritt den sofortigen Rückzug an, sollte das wirklich zu denken geben. Vorallem, wenn man weiß, dass dieses Tierchen keine Probleme damit hat, angegangene Milch, umgeschlagenen Kartoffelbrei und wirklich widerlich stinkenden Käse zu vertilgen. Kurzum, dieses Flohtaxi ist wirklich kein Kostverächter, angebliche schwedische Delikatessen schlagen sie jedoch in die Flucht. Das sollte ich meinen Gästen heute abend wohl erst erzählen, nachdem ich den Fisch serviert habe.

  1. Idealerweise ist es eine hungrige Katze, die sonst nicht nur mit Dosenfutter verköstigt wird. []

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Schiffbrüchig vor Kiel

Pünktlich um 19 Uhr legt die Stena Germanica ab und nimmt Kurs Richtung Göteborg auf. Langsam geht es raus aus dem Hafen, wir nutzen die Gelegenheit, uns die Stadt mal vom Wasser aus anzusehen. Vorbei geht es an den „Tittenbooten“, die im Hafen des Marinearsenals liegen, am Schifffahrtsmuseum, an einem Kreuzfahrtschiff, das wir später nochmal wiedersehen sollen, an Stränden, Jachthäfen und am Ehrenmal in Laboe. Nachdem wir uns an der Küstenlinie sattgesehen haben und es ohnehin langsam auf das offene Meer hinausgeht, begeben wir uns nach unten in unsere heimelige Zwei-Mann-Kabine. Unten, das ist in diesem Fall wirklich ganz unten. Deck 2 – danach kommen nur noch für Mannschaften zugängliche Bereiche. Aber dazu später mehr.

Auf nach Göteborg

Wir wollen uns eigentlich nur etwas frischmachen und den nächsten Tag planen. Ersteres klappt noch, doch schon bald bemerke ich, dass es etwas stickig wird in unserem 5-Quadratmeter-Paradies. Keine beruhigende Beobachtung, wenn man sich im Bauch eines Stahlungeheuers befindet. Ohne Fenster! Der Kapitän klärt uns wenige Momente später mit einer Durchsage auf. Maschinenprobleme zwingen die Stena zum Ankern, bis auf weiteres wird nur Notstrom zur Verfügung stellen. Ich weiß nicht mehr, ob wir gebeten wurden, uns nach oben zu begeben, aber das spielt auch keine Rolle, denn da unten, da hätte mich keine Pferdeherde halten können.

Marine-Ehrenmal Laboe

Also wieder nach oben, diesmal zu Fuß, denn in den Fahrstuhl kriegt mich jetzt garantiert auch niemand rein. Ganz schön groß so ein Schiff. Es ist mittlerweile kurz nach 20 Uhr, an Deck angekommen können wir uns das Ehrenmal nochmal in aller Ruhe ansehen. Auch nicht schlecht – aber auf Dauer langweilig. Außerdem ist es frustierend, linker Hand den Leuchtturm zu sehen, der am zu Wisch gehörenden Strand steht. Und kalt wird es langsam auch. Also ab in den Shop, jetzt haben wir wenigstens Zeit, uns da in Ruhe umzuschauen – so dachten wir jedenfalls. Der Shop wird jedoch kurz nach unserem Eintreffen geschlossen, ich tippe ja mal darauf, dass durch den fehlenden Strom auch die Diebstahlsicherung außer Gefecht gesetzt ist. Die erhöhte Anzahl von Sicherheitskräften deutet auch darauf hin. Spontan freuen wir uns übrigens darüber, dass wir den Kinobesuch vertagt haben.

Leuchtturm

Zwischenzeitlich gibt es wenigstens im Restaurantbereich wieder mehr als nur die Notbeleuchtung. Wir entschließen uns dazu, eine Kleinigkeit zu essen, auch wenn die Preise einem den Appetit etwas verderben. Ein Rudel Krabben für mich, ein Winz-Stück Lasagne für den Herren und irgendwann wird es schon weitergehen. Gelegentlich geht auch ein Ruck durch das Schiff – nur vom Fleck rühren wir uns nicht. Bei einigen erzeugt das wohl sowas wie Schiffbrüchigenkoller, eine Gruppe Deutscher legt sich jedenfalls mit dem Barkeeper an und muss vom Sicherheitsdienst in die Schranken gewiesen werden. Doch auch dieses Problem löst sich und geduldig warten wir auf Neuigkeiten. Die kommen gegen 21.30 Uhr – anderthalb Stunden nach unserem unfreiwilligen Halt – gehen jedoch ob der Lautstärke im Restaurant etwas unter. Eine Gruppe Schweden spitzt neben uns die Ohren und kommentiert schließlich „Da hinten klatschen sie – es geht wohl weiter.“ Darauf gönnen wir uns erstmal einen Cocktail im Barbereich.

Das Kreuzfahrtschiff, das bei unserer Abreise noch im Kieler Hafen ankerte, zog während unserer Schiffbruch-Phase übrigens noch an uns vorbei.

Byebye

Auf und davon

In 10 Stunden befinden wir uns schon fast auf offener See.
Göteborg, wir kommen!