Raster

Anke Gröner hat eine wunderbare Liebeserklärung an die sequentielle Kunst verfasst.

Und da waren auf einmal die Comics. Voller Bilder, auf die ich nie kommen würde, in dutzend-, ach was, hundertfach verschiedenen Stilen. Dialoge, die aus Sitcoms stammen könnten, aus großen Dramen, aus Daily Soaps, aus Actionfilmen. Und: Ich kann sie lesen, wann immer ich will, und ich kann mich auf ihre Bilder einlassen, wann immer ich will.

Besonderes Augenmerk legt sie dabei auch auf die formale Umsetzung.

Und dann geht es weiter: Aus einem Panel werden mehrere, die auf eine Seite passen. Müssen es Panel sein? Ist der Rahmen immer rechteckig? Was hat es zu bedeuten, wenn der gerade Rahmen mal nicht gerade ist?

Aus diesem Grund empfehle ich an dieser Stelle mal einen der Comics, der gerade ganz oben auf meiner „Bitte mehr davon“-Liste steht: Fell
Ich weiß nicht, inwieweit der Sammelband auch den Anhang enthält, den ich an den Heften sehr schätze. In der „Back Matter“ bekommt man einen Einblick in den Entwicklungsprozeß und die Idee, die hinter den Geschichten und dem Artwork stecken. „Fell“ ist aus formaler Sicht interessant, weil es einem strikten geometrischen Raster folgt. 3 mal 3 Panel, die nach Bedarf zusammengezogen werden können, um Akzente zu setzen.

Aktuell tut sich nichts (zuletzt kam Ausgabe 9 heraus), Mr. E hat jedoch versprochen, dass es ganz bestimmt weitergehen wird.
Wer Lust hat, das Skript zu Fell #1 zu lesen, wird hier fündig.

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