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Gechillt, am Arsch

Die Kinder haben heute bereits kurz nach dem Frühstück alle meine Löffel aufgebraucht. Also eigentlich haben sie sie eher genommen und unter lautem Gejohle und Geschrei aus der Haustür geworfen. Kein guter Start und nachdem Mini-Me keine Lust auf Mittagsschlaf hatte, ging es auch so weiter. Solche Löffelarmut verdirbt einer nicht nur den Tag, auch am Abend bleibt nicht mehr viel außer essen, Körperhygiene und ein paar Kleinigkeiten im Haushalt. Das sich aufstauende Chaos frisst dann am nächsten Tag wieder reichlich Löffel und schon sind wir in einer sich selbstverstärkenden Abwärtsspirale. Sobald die zweite Welle anzieht, sind wir gearscht.

Gechillt

Heute wurde mir gesagt, dass ich ungewöhnlich entspannt wäre und das ist tatsächlich der Fall. Woran es liegt, kann ich gar nicht sagen, vielleicht liegt es daran, dass die beiden Großen wieder in der KiTa sind, vielleicht sind es die ersten Entrümpelungsmaßnahmen, die Wirkung zeigen. Auf jeden Fall geht es mir gut. Die gestern erwähnte Corontäne-Kneipe trägt sicher auch ihren Teil dazu bei. Wie sehr es mir gefehlt hat, regelmäßig mit anderen Menschen über Themen zu sprechen, die sich nicht um die Familie, Kinder, Dorf drehen. Außerdem lässt sich nebenbei wirklich vortrefflich digital ausmisten. Heute das übervolle E-Mail-Postfach. Mittlerweile bin ich unter 2.000 ungelesenen Dokumenten.

Das lose Ende von gestern dagegen ist leider noch immer lose und ich traue mich noch nicht, erneut dran zu ziehen. Wie gut, dass der Angeschriebene heute eine allgemeine Aufforderung aussprach, zum Telefon zu greifen. Sollte bis Montag Mittag keine Antwort da sein, werde ich auch genau das tun, denn es eilt etwas. Wie immer eben. Noch stresst mich das alles aber wirklich nicht.

Planänderung

Meine Samstagabendplanung sah eigentlich den feministischen Buchclub vor, endete aber damit, dass ich jetzt Teil der SOKO Glutamat bin. Das Leben ist seltsam.

Lose Enden

In ihrem neuesten Buch zum Thema Ordnung, schreibt Marie Kondo von einem „tidying festival„ – nur einmal möchte ich für das Thema so viel Enthusiasmus und Liebe aufbringen, wie die Königin des Aufräumens. Immerhin habe ich heute ein loses Ende in die Hand genommen und kräftig daran gezogen. Dahinter verbirgt sich ein dickes Tau, das ich schon seit Jahren wegräumen wollte, bei dem allerdings nur Zwang zu Ergebnissen führt. Auch dieses Mal bin ich recht spät dran, mit meinem Anliegen und hoffe inständig, dass mein Gegenüber die Hoffnungslosigkeit der Lage erkennt und mir keine weiteren Steine in den Weg legt. Wir kommen ohnehin nicht aneinander vorbei und müssen da jetzt gemeinsam durch.

Durch musste ich auch durch mein geschäftliches E-Mail-Konto. Eines von zweien, sogar dreien, wenn man Sammelpostfach dazunimmt, das dankenswerterweise aber auch jemand anderes noch im Blick behält. Die letzten Abende habe ich wieder am Rechner verbracht und könnte mich daran gewöhnen. Gerade die Abende mit der Corontäne-Kneipe waren sehr angenehm und produktiv. Man fühlt sich weniger allein, wenn nebenbei angeregte Gespräche laufen und trotzdem oder gerade deshalb geht alles etwas leichter von der Hand. Es erinnert an die alten Zeit in diversen Chatrooms, wobei man damals noch lesen musste, dafür aber auch keinen Gedanken an das Aussehen verschwenden musste. Ich gebe zu, ich bin eitel.

Das E-Mail-Konto jedenfalls, das ist etwas aufgeräumter. Ich werde mich noch ein paar Abo-Einstellungen für Newsletter anpassen und experimentiere ansonsten mit der Intelligenz unserer E-Mailsoftware. Sollte ich jemals wieder unter 1.000 ungelesenen E-Mails landen, ist das wohl schon als Erfolg zu werten, mein Traum ist eine Inbox, die sich tatsächlich auf einer Seite darstellen lässt.

In Maries Buch wird es auch irgendwann um E-Mails gehen (das Buch behandelt Aufräumstrategien für den physischen und digitalen Arbeitsplatz, auf dass man wieder atmen kann und nicht erschlagen wird von Unterlagen, Dokumenten und allgemeiner Korrespondenz) und damit schließt sich der Kreis für heute.

39

Die Kinder waren über meinen Geburtstag aufgeregter als ich. Also Knirpsi zumindest. Das Bärchen war eher begeistert, dass es ein Paket in der Hand hielt und dachte, das wäre für ihn. Einer der unterschätzten Vorteile von drei Kindern ist ja, dass man entsprechend viele Geschenke bekommt. Von jedem Kind eines. Nicht, dass ich nur aus diesem Grund Kinder bekommen hätte, aber gerade in den Anfangsjahren muss man nach jedem Strohhalm greifen.

Überhaupt tue ich das aktuell sehr oft, also das Greifen nach den Strohhalmen. Ich weiß nicht, ob es an der Pandemie liegt, an so etwas wie einer Midlife Crisis oder vielleicht an etwas ganz anderem. Ich hangele mich von Stunde zu Stunde, Tag zu Tag, Woche zu Woche. Manchmal kann ich das Ziel deutlich vor Augen sehen, oft genug liegt es aber auch im dichten Nebel. Ich komme immer wieder vom Kurs ab und muss gegensteuern. Es kostet Kraft. Kraft, die Mangelware ist. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass ich nicht vorankomme. Jeder Tag gleicht dem anderen, nicht eintönig, aber auf Dauer immerhin ähnlich genug, um miteinander zu verschwimmen. Die Zäsuren sind groß, liegen aber weit, Monate oder Jahre, auseinander. Der Alltag gestaltet sich zäh.

Frau Herzbruch schrieb vor ein paar Tagen, dass sie wieder Dinge aufschreiben möchte, die ihr passieren und dass sie deshalb auch Dinge erleben müsste, die aufschreibenswert sind, die man nicht aufgrund von NDA unter Verschluss halten muss. Die Feststellung fand ich sehr zutreffend für meine eigene Situation. Die spFünfannendsten Sachen habe ich meist im Job erlebt und kann sie allein deshalb nicht aufschreiben. Dann sind da noch die Kinder und andere private Angelegenheiten, über die ich nicht schreiben möchte; aus den einen oder anderen Gründen. Es bleibt nicht viel übrig, wenn man im Wesentlichen zwischen Schreibtisch und Wickeltisch rotiert und die Zeit dazwischen erschlagen auf der Couch am Handy, vor dem Fernseher oder mit der Nase in beliebigen Magazinen verbringt. Vielleicht ist es passend, dieses letzte Jahr vor dem 40. Geburtstag der Veränderung zu widmen. Nicht zwingend Veränderung, davon hatte ich in den letzten Jahren wirklich genug, aber der Bereinigung. So viel kam dazu: ein Haus auf dem Land, neue Tätigkeitsfelder und Verantwortung im Job, neue Bekannte, drei Kinder. Ich glaube, es ist eine Zeit, Dinge zu Ende zu bringen und sich zu trennen, abzuschließen. Und wer weiß, vielleicht wird das ja das Jahr, in dem ich endlich wieder regelmäßig Sport mache oder länger als drei Tage am Stück blogge. Wir werden sehen. Wer mag, darf mich gern begleiten, sei es nur eine kurze Strecke oder der komplette Weg. In einem Jahr werde ich Bilanz ziehen. So Corona will mit einer großen Feier, auf jedem Falle aber im Kleinen. Ganz für mich.

Drei Dinge (12)

Nachmittags Kekse und Erdbeeren auf der Terrasse.

Kuscheleinheiten auf der Couch.

Mit dem kleinsten Kind ganz allein imHaus sein und auf der Couch liegen.

Drei Dinge (11)

Babylachen.

Erdbeeren. Direkt vom Strauch. Noch warm von der Juni-Sonne.

Eine Entschuldigung. Von Herzen kommend.

Drei Dinge (10)

Im Garten rumwühlen.

„Schön, dass Du wieder da bist.“

Lavendelduft.

Drei Dinge (9)

Jeden Tag diese kleinen Liebesbekundungen zwischen den Geschwistern. Küsse für die kleine Schwester, Kuscheleinheiten, Streicheln.

Yoga für die Nackenpartie. Anschließend merkliche und sichtbare Entspannung.

Durch den Garten gegangen und inspiziert. Hier ein paar vertrocknete Rosenblüten ausgeschnitten, da ein bisschen Unkraut gezupft. An einigen Stellen sieht man schon, wie es mal werden wird.

Drei Dinge (8)

Perfekten Erdbeerkuchen fabriziert. So perfekt, dass Knirpsi nach zwei Stücken noch ein drittes wollte.

Gewitter.

Bis 8 geschlafen und plötzlich zwei Kinder im Bett gehabt.