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10.05.2019 – Gedanken zu Fisch und FDH

Wie immer diese Woche starte ich für meine Verhältnisse recht früh und telefoniere schon. Alle 14 Tage kommt eine größere Vertriebsrunde zusammen und wir tauschen uns über unsere Aktivitäten aus. Das ist immerhin kein Telefonat, das ich zwingend an meinem Schreibtisch verbringen muss und tigere ich dabei durch die Wohnung, füttere das Bärchen oder räume ein wenig auf. Auch dem Rest des Vormittags verbringe ich im Wesentlichen telefonierend bis ich den Tiger wecke, damit wir einkaufen und vorher etwas essen können. Wir erwarten morgen früh Besuch und benötigen deshalb noch Aufschnitt sowie ein paar andere Kleinigkeiten fürs Wochenende. In der Regel kaufen wir bei Citti ein, das ist ein regionaler Großmarkt, der sich auch für Endverbraucher geöffnet hat. Um einzukaufen, müssten wir ohnehin ins nächste Dorf fahren. Dort ist ein kleiner Rewe. Für kleinere Einkäufe unter der Woche, insbesondere für frisches Obst, nutzen wir schon mal. Für regelmäßige Einkäufe, insbesondere die großen, ist das Sortiment aber einfach zu klein und zu teuer. Noch ein Dorf weiter gibt es neben den üblichen Discountern dann auch famila, eine regionale Supermarktkette, die am ehesten mit Edeka Center zu vergleichen ist. Das Sortiment ist nicht schlecht, aber wir haben festgestellt, dass die Preise für unsere Lieblingsprodukte teils höher sind als bei Citti. Das es zu Citti dann auch nicht sehr viel weiter ist, fahren wir in der Regel einmal in der Woche nach Flensburg und füllen unsere Vorräte auf. Das Sortiment ist natürlich wesentlich größer als man es aus einem Standardsupermarkt gewöhnt ist.

Für heute stand eine Schwertfischzerlegung auf dem Plan. Verkostungen (insbesondere im Bereich der Alkoholika) sind dort keine Seltenheit (Knirpsi findet’s super), aber das war doch noch mal etwas Besonderes. Der Fisch wurde vor den Augen der Kundschaft zerlegt, es gab Kostproben, Zubereitungsempfehlungen und man konnte Fragen stellen. Ich nahm ein Stück mit, um es demnächst auf den Grill zu legen. Erst im Nachhinein wies man mich auf Twitter darauf hin, dass Schwertfisch kein unproblematischer Fisch wäre. Je nach Fanggebiet (und Auskunftgeber) sind die Bestände gefährdet und die Fangmethoden nicht sonderlich schonend. Ich muss zugeben, ich hatte mir dazu vorher keine Gedanken gemacht. Es gibt bereits Fischarten, die ich nicht kaufe – Papageifisch zum Beispiel – aber beim Schwertfisch war ich doch arglos. Ich habe den Hinweis zum Anlass genommen, mir die Empfehlungen der einschlägigen Organisationen nochmal zu Gemüte zu führen. Keine sonderlich fröhliche und optimistische Lektüre.

Passend dazu twitterte Kathrin Passig heute einen Artikel mit der Aufforderung „Stop eating fish.„. Offensichtlich muss ich mich damit noch mal intensiver beschäftigen. Die Quintessenz „gar kein Fisch mehr„ ist für’s erste nicht wirklich befriedigend – den nachfolgenden Generationen alles kaputtessen aber auch nicht. Zuchtfische scheinen auch keine echte Option zu sein. Auf Karpfen und Zuchtforellen könnte ich mich ganz gut beschränken, muss aber noch mal schauen, wo man die hier verlässlich und sinnvoll beziehen kann. Für Garnelen könnte ich mir gut vorstellen, nur noch die Förder-Garnelen aus Kiel zu kaufen, ob die ökologisch so viel besser sind, weiß ich aber ehrlich gesagt auch nicht. Immerhin stammen sie aus Deutschland, noch dazu direkt aus der Nähe. Das sind dann immerhin schon mal kurze Transportwege. Aber ob es Auswirkungen auf die Zuchtgebiete gibt? Ich weiß es nicht. Es ist kompliziert.

Auf jeden Fall wird hier demnächst mal wieder weniger gegessen. Sagt die Frau, die vorhin erst zwei Eierlikörschnitten verputzt hat. Das war allerdings bevor ich die Bilder gesichtet habe, die eine Fotografin neulich von mir gemacht hat. Puh, da ist eine Menge Winterspeck auf den Rippen gelandet. Und nicht nur dort. Ich glaube, aktuell wiege ich so viel wie noch nie (Schwangerschaften mal ausgenommen). Aber das ist ja nichts, was man nicht ändern könnte. Und wer weniger isst, isst auch weniger problematischen Fisch. Tadaaaa!

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