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2 – Eng getaktet

In der Nacht hatte es geregnet. Über den glänzenden neuen Weg ums Haus habe ich mich mindestens genauso gefreut wie über die sauberen Böden im Haus.
Der Tiger hat diese Woche Spätschicht und übernimmt deshalb die Morgenrunde zum Kindergarten. So kann ich noch etwas liegenbleiben. Knirpsi war schon kurz nach sechs wach und entsprechend noch ganz schön müde. Die Nacht war kurz. (Selbstverschuldet.) Immerhin hatte das Bärchen besser geschlafen. Die Nasentropfen haben dass ihre getan und ich habe es aufgegeben, ihn schlafend ins Babybay zu verfrachten. Er schläft viel lieber und besser zwischen dem Tiger und mir, kuschelt sich mal hier und mal da an. Mittlerweile ist es anders auch einfach zu gefährlich. Noch zieht er sich zwar nicht hoch, aber das kann nicht mehr lange dauern. Außerdem ist er mit seiner Raupengangart ganz schön schnell Und kann auch die Kante zum Bett überwinden. Entsprechend hoch ist die Absturzgefahr.

Der Tiger bringt Knirpsi weg, ich dusche und denke über Kinderernährung nach. Ich folge auf Instagram ein paar Fitnessleuten, die auch Supplements pushen. Diese Menschen halten es für vollkommen okay und empfehlenswert, kleine Kinder mit Proteinpulver und Geschmackspulvern, die furchtbar künstlich nach Süßstoff schmecken, zu ernähren. Ich kann den Finger noch nicht fundiert drauflegen, aber irgendwas stört mich daran massiv.
Das Bärchen und ich frühstücken – keine Nahrungsergänzung – und starten in den ersten Termin des Tages. Die Werkstudentin braucht etwas Anleitung und wir telefonieren gemeinsam ein paar potentielle Mandanten ab. Das zieht sich gefühlt, ist aber dann doch gar nicht so ineffektiv. Ihrer Rückmeldung nach zu glauben, lief es nach der Starthilfe auch ganz gut. Direkt im Anschluss das wöchentliche Statusgespräch mit dem Chef. Wir schieben ein bisschen umher, diskutieren unsere Kalkulation und nehmen Anpassungen vor. Ein Kollege ruft mittendrin an und wir treffen zu seinem Vorschlag auch direkt noch eine Entscheidung. Ich nehme ein zusätzliches ToDo mit und dann geht es schon weiter. Kurze Pause, ab ins nächste Telefonat, ein weiteres Angebot und potentielles Projekt diskutieren.
Danach ist erstmal Mittagspause angesagt. Der Tiger hat das Bärchen schon mit den Resten vom Frühstück versorgt (ich hatte etwas viel gemacht), für uns gibt es nochmal Spargelsuppe, diesmal mit Bratwurstklößchen. Eine der besseren Ideen, die ich aus einer bekannten Frauenzeitschrift mitgenommen habe. Bratwurstbrät portionsweise in die heiße Suppe quetschen, Klöße garziehen lassen, fertig. Geht schnell, man muss nicht abschmecken und auch keine Klöße rollen. Wir genießen unsere Suppe während wir Gundermann noch zu Ende schauen. Der Film lässt mich ratlos und wütend zurück. Wie kann man nur so naiv gewesen sein?

Wäsche ansetzen, mit dem Bärchen spielen, den Tiger verabschieden und zurück an den Schreibtisch. Mit einem Kollegen, der für ein paar Monate aus einer anderen Abteilung zu uns gewechselt ist, gehe ich unser Dokumentationsvorgehen durch. Er nimmt mir für einige Aufträge die Qualitätssicherung ab und unterstützt mich dabei, den Prozess effizienter zu gestalten. Amüsiert stellt er fest, dass ich meinem Team ganz schön viel durchgehen lasse und es lieber selbst mache. In der Regel, weil es kurz vor knapp ist und mir die Zeit für eine erneute Schleife fehlt. Gutes Feedback, jetzt muss ich nur sehen, wie ich das ändere.
Der Termin dauert länger als geplant. Ich telefoniere noch mit einem Kollegen, mache dem Bärchen einen Snack fertig und dann fahren wir los, den großen Bruder abholen. Der braucht mal wieder noch kurz vor Schluss eine frische Windel und wir brauchen länger. Ich will aus dem Auto gerade meine Eltern zurückrufen, als eine Kollegin nochmal anruft. Das hatte ich fast vergessen. Wir telefonieren über eine Stunde, dann mache ich endlich Feierabend. Knirpsi ist so kaputt, dass das Telefonat mit meinen Eltern kürzer ausfällt. Abendessen, Sandmann, Pause für mich – mehrfach unterbrochen von Knirpsi, der immer wieder aufsteht und mich furchtbar erschreckt, wenn er ins Wohnzimmer platzt. Nach zwei Folgen irgendeiner Serie raffe ich mich auf, schreibe diesen Beitrag und werde jetzt noch einen Bericht sichten. Danach noch ein bisschen lesen und dann ab ins Bett.

  1. Hochstemmen, nach vorne schieben, fallen lassen, wieder hochstemmen. []

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