WMDEDGT 10/2017 – KiTa-Eingewöhnungsedition

Mit dem KiTa-Start für Knirpsi kommen langsam wieder planbare Arbeitszeiten auf mich zu und damit vielleicht, vielleicht auch Zeit für’s Bloggen. Ich feiere das mit einem Beitrag zu Frau Brüllens „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“-Event.

Der Tag geht früher los als geplant. In der Nacht muss ich um jeweils kurz nach 3 Uhr und kurz nach 5 Uhr aufstehen, um Knirpsi zu beruhigen. Schnuller rein, Elefant an und Ruhe ist. Um 6 Uhr klingelt mein Wecker. Ich döse noch etwas und will gerade aufstehen, als das Babyphone wieder Laut gibt. Den morgendlichen Tee am Schreibtisch kann ich also abhaken. Ich versuche es trotzdem mit dem Schnuller-Elefanten-Trick. Keine Chance. Also ab mit Kind und mir in das warme Bett und noch ein wenig Kuscheln. Vielleicht schläft einer von uns ja noch mal ein? Leider nicht.

Kurz nach 7 Uhr stehen wir auch. Knirpsi bekommt eine frische Windel und wird angezogen. Danach mache ich ihm ein Brot. Während er erst den Belag und dann das Brot futtert, ziehe ich mich an und saniere mein Gesicht. Bald danach geht es schon los. EIn großer Discounter hat Kindersachen und man diesen Angeboten muss man schnell sein. Wir sind kurz vor 8 Uhr drei Orte weiter auf dem Parkplatz und haben im Laden freie Auswahl. Eltern, die explizit Mädchenklamotten wollten, haben weniger Glück. Ich ergattere aus dem Mädchensortiment noch ein paar Teile mit Katzen drauf, packe mir einen Eistee und eine Pizzazunge als Frühstück ein und schon sind wir wieder unterwegs. KiTa-Eingewöhnung Tag 2 steht an.

An der KiTa treffen wir noch während der Bringzeit ein. So muss ich nicht einmal klingeln, sondern kann direkt rein. Ich parke frecherweise in einem Anwohnerbereich, der Starkregen spült das schlechte Gewissen weg. Sind auch noch reichlich Plätze frei. Knirpsi freut sich, als er das Gebäude sieht und düst drinnen auch direkt in einen der beiden Gruppenräume. Die Erzieherinnen sind baff und schlagen vor, dass wir doch auch das Frühstücken mal ausprobieren. Diese Betreuungsgeschichte gewinnt noch mehr Reiz für den Zwerg, denn jetzt wird ihm klar, dass es hier auch Essen gibt. Reichlich Essen. Trotz Frühstück schlägt er noch mal gut zu, isst zwei Käse-, ein Frischkäse und ein Eischnittchen und beömmelt sich die halbe Zeit. Nicht nur, dass er hier mit Nahrung versorgt wird, er darf auch noch unangeschnallt in einem Miniaturstühlchen sitzen. Das Kind sehen wir nie wieder.

Nach dem Frühstück geht es zurück zur Gruppe. Es wird reichlich gespielt und getobt. Knirpsi lässt sich bereitwillig von S. wickeln und auf den Arm nehmen. Außerdem zeigt er allen Kindern, wie er untenrum gebaut ist. Der Wickelraum hat nämlich ein großes Fenster Richtung Gruppenraum, das direkt am Wickeltisch ist. Da kann man toll vor rumtanzen. Später versucht er wieder ein paar Schritte zu machen, findet Krabbeln grundsätzlich aber besser. Nur beim Malen am großen Tisch turnt er einmal herum und nutzt die anderen Kinder als Stütze. Wir machen noch beim Kreis mit, dann will ich aufbrechen. Knirpsi findet das blöd und will lieber zu S. auf den Arm. Läuft.

Zuhause bekommt das müde Kind noch etwas zu essen und ratzt dann 2 1/2 Stunden in seinem Bett vor sich hin. In der Zeit esse ich etwas, lege ein wenig die Füße hoch und arbeite dann. Ich telefoniere (ungestört!) und schreibe Mails. Selbst das Telefonat mit der Elterngeldstelle bekomme ich unter. Ich werde den Bezug demnächst abbrechen müssen, weil ich mit dann 25 Stunden / Woche so viel verdiene, dass rückwirkend gekürzt wird.

Als Knirpsi wieder wach wird, spielen wir etwas und telefonieren per Facetime mit den Großeltern. Eine tolle Erfindung. Knirpsi verdrückt zwei Bananen und findet, dass das immer noch recht wenig ist. Außerdem wird er recht schnell wieder müde. Wir schlagen die Zeit tot, bis ich den Tiger wecken kann. Der könnte durchaus noch mehr Schlaf gebrauchen, aber ich muss jetzt wirklich das Abendessen vorbereiten. Es gibt Corn Chowder. Zwischendurch telefoniere ich mit den beiden Kollegen, die gerade in meinem Auftrag in Ungarn unterwegs sind. Knirpsi verdrückt einen reichlichen Teller voll Eintopf (Teile davon werden später wieder auf dem Tiger landen) und ist happy. Er kommt in die Badewanne und ich mache mich auf den Weg zum Elternsprechertreffen. Im November steht Flohmarkt an, der muss organisiert werden. Elternsprechertreffen sind ja durchaus speziell, aber es hätte schlimmer kommen können. Nach 2 Stunden bin ich wieder Zuhause und löse den Tiger ab, der zur Arbeit muss. Küche und Wohnzimmer hat er schon aufgeräumt, ich muss nur noch die Essensreste wegstellen. Nicht ohne mir noch ein wenig zu nehmen und es aufzuessen, während ich diesen Blogeintrag schreibe. Jetzt geht es gleich wieder runter. Ich werde mich bettfertig machen, die Küche für morgen früh vorbereiten und dann ein paar Minuten Murakami hören. Wahrscheinlich dieselben wie gestern. Morgen um 6 Uhr klingelt wieder der Wecker.

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